Komfortkasse – neue Vorkasse-Lösung für Online Händler

KomfortkasseNeben Paypal, Lastschrift, Zahlung auf Rechnung und Kreditkarte ist die Vorkasse-Zahlung immer noch eine häufig angebotene und genutzte Zahlungsmethode für das Bezahlen von Online Shop-Bestellungen. Eines der Probleme die mit dieser Zahlart einher geht ist der Aufwand der Zahlungszuordnungen. Besonders bei vielen Bestellungen über den Online Shop kann das schnell viel Zeit rauben, da Auftraggeber und Kontoinhaber häufig nicht identisch sind, der Verwendungszweck falsch angegeben wird oder ähnliches. Das StartUp „Komfortkasse“ will dieses Problem mit einer neuen Lösung aus der Welt schaffen. 

Vorkasse mit Komfort = Komfortkasse

So definiert sich die neue Lösung für Online Shop-Betreiber. Mithilfe dieses neuen Lösungsansatzes sollen Banküberweisungen direkt in den Online Shop integriert und Vorkasse-Zahlungen automatisiert zugeordnet werden können. Soviel zur groben Funktionsweise.

Für viele Shopsysteme, die hierzulande häufig genutzt werden, gibt es bereits Modullösungen, die eine einfache Integration von Komfortkasse in den Shop ermöglichen.

So funktioniert Komfortkasse im Detail

Zwei Dinge sind Voraussetzung für die Nutzung dieser neuen Lösung:

  1. Die Installation des jeweiligen Komfortkasse-Moduls (passend zum Shopsystem)
  2. Eine Anmeldung auf komfortkasse.eu

Im Anschluss stellt Komfortkasse ein Sammelkonto für den jeweiligen Online Shop zur Verfügung. Auf dieses wird der Kunde zukünftig die Vorkasse-Zahlung leisten. Komfortkasse liest also die offenen Vorkasse-Bestellungen aus dem Shop aus und wartet auf den Zahlungseingang des Kunden. Ist die Zahlung eingetroffen, wird diese Information automatisiert in den Shop gegeben.

Hierzu gibt es eine Zuordnungs-Garantie. Das bedeutet, dass jede Zahlung, die auch der Händler hätte selbst zuordnen können, auch von Komfortkasse zugeordnet wird – selbst wenn Bestellnummern fehlen oder möglicherweise der Name des Bankinhabers nicht mit dem des Bestellers übereinstimmt.

Bei abweichenden Überweisungsbeträgen hingegen wird der Kunde automatisch informiert, dass beispielsweise noch Teilbeträge zur Bestellung offen sind. Die überwiesenen Beträge werden den Online Händlern im Anschluss natürlich ausgezahlt.

Wieviel kostet Komfortkasse?

Komfortkasse bietet für Einsteiger und Tester ein kostenfreies Basis-Paket an (bis zu 100 Transaktionen monatlich, aber auch nur eine monatliche Auszahlung der Zahlungseingänge). Für den fortgeschrittenen Nutzer gibt es drei weitere abgestufte Pakete (Business, Professional, Complete). Die Kosten erstrecken sich hier innerhalb der monatlichen Paketpreise von 0 bis 699 Euro, wobei es dann Unterschiede zwischen den Auszahlungs-Rhythmen, den Updates und dem zusätzlich berechneten Disagio pro Transaktion (von 0% bis 0,99%) gibt.

( Ich hätte die Free-Version gern mal für diesen Artikel getestet – jedoch gibt es für Shopware leider noch keine Plugin-Lösung. ) 

Komfortkasse im Überblick

  • Ziel: Automatisierte Zuordnung von Vorkasse-Zahlungen zu offenen Bestellungen im Online Shop
  • Preis: Von 0 Euro bis 699 Euro für die monatlichen Paketpreise
  • Sicherheit: verschlüsselte Kommunikation zwischen Service und Online Shop
  • Aktuell für folgende Shopsyteme verfügbar: Magento, xt:Commerce 3 und 4, osCommerce, modified, OXID, Gambio – weitere sind derzeit in Planung (u.a. auch ein Plugin für Shopware)

Fazit – Komfortkasse – hilfreich für mich als Shopbetreiber?

Sofern irgendwann möglich, würde ich gern mal hinter die Kulisse von Komfortkasse schauen und diese Lösung vielleicht auch selbst testen. Deswegen ist es mir derzeit nur möglich, zu vermuten, ob ich Komfortkasse selbst für meinen Online Shop nutzen würde oder nicht.

Grundlegend finde ich, dass hier ein Problem auf eine clevere Art und Weise gelöst wird, die vermutlich aber auch bei einigen Shopbetreibern vorerst Skepsis hervorrufen würde.

Schließlich gehen die Zahlungseingänge vorerst über ein drittes Konto, auf das der Shopbetreiber nicht direkt zugreifen kann. Ich kann mir vorstellen, dass hier einige nicht unbedingt wollen, dass ein Teil ihrer Umsätze „bekannt“ wird – oder zumindest als Datensatz woanders hinterlegt ist. Vermutlich muss Komfortkasse hier viel Vertrauensarbeit leisten, um Shopbetreiber vom Nutzen Ihrer Lösung wirklich überzeugen zu können.

Für mich vorstellbar ist, dass vor allem Shopbetreiber in „One-Man-Show“ oder mit nur wenigen Mitarbeitern aber vielen Bestellungen vom Nutzen dieser Lösung profitieren könnten, da Prozesse, die sonst manuell laufen und geprüft werden, nun automatisch über einen Dritten erledigt werden können  – was im Umkehrschluss bedeutet, dass Ressourcen für andere Aufgaben frei werden.

Ich bin gespannt wie sich Komfortkasse entwickeln wird. Was meint ihr? Wäre diese Payment-Lösung für euch interessant?

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