Moderne PR – Das neue Schichtenmodell

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PR ist nicht mehr das, was sie mal war. Hätte man einem Kunden früher gesagt, wir bringen Sie ins Handelsblatt, die Wirtschaftswoche oder die Welt, hätte dieser mit Begeisterung „Ja, unbedingt“ gesagt. Heute kommen Fragen zurück wie: Print oder online? Mit oder ohne Backlink? Und was ist mit Bloggern? 

Selbstverständlich freuen sich PR-Kunden auch heute noch über eine Veröffentlichung in der Print-Ausgabe des Handelsblatts. Insgeheim bekommt die Ausgabe wahrscheinlich sogar einen Ehrenplatz im Unternehmen. Aber noch mehr scheinen sich Kunden inzwischen über ein Clipping in handelsblatt.de zu freuen. Am besten mit Backlink. Ob das immer ein realistischer Wunsch ist, sei dahingestellt. Für manchen Kunden wäre aber schon ein Backlink in einem guten Fachmedium (SEO-)Gold wert.

Denn das ist die wahre neue Währung im PR-Geschäft:

Es geht nicht mehr primär darum, durch wertige Veröffentlichungen in Zielmedien Aufmerksamkeit zu erzielen. Der Kunde möchte letztlich im Google Ranking ganz weit oben landen, um im Netz besser gefunden zu werden. Und dabei helfen Online Clippings auf wiederum selbst gut gerankten Websites. Wie gut das Ranking einer Website ist, lässt sich rasch zum Beispiel über die Domain Authority herausfinden (https://moz.com/learn/seo/domain-authority).

Modern abgestufte PR berücksichtigt diese neue Vielschichtigkeit mit unterschiedlichen Fokussen:

  • Print
  • Online
  • Online mit starkem Fokus auf SEO-Verbesserungen
  • Online mit Fokus auf Blogger

Bei den SEO-Verbesserungen geht es darum zu wissen, worauf Googles Suchalgorithmus zurzeit (und das ändert sich ständig) am meisten reagiert. Wenn auf einer Domain mehrere Backlinks aus vertrauenswürdigen Quellen stammen, kann auch ihre eigene Vertrauenswürdigkeit und somit auch die Autorität höher eingestuft werden. Das wird auch Vererbung von Glaubwürdigkeit genannt.

Aber es geht mitnichten nur um Backlinks. Auch Nennungen des eigenen Unternehmens in einem Artikel wie zum Beispiel auf handelsblatt.de ohne Backlink sind sehr wertvoll und werden vom Suchalgorithmus entsprechend gewichtet. Sogar stärker als früher, denn organischer Content hat wieder eine höhere Bedeutung bei Google bekommen.

Auch die Blogger-PR wird zunehmend wichtiger. Die Blogger bilden inzwischen eine Art moderne Vorhut. Wenn man es schafft, sie in einer ersten PR-Welle für sich zu gewinnen, dann führt das häufig dazu, dass Journalisten im Online-Bereich dies ebenfalls wahrnehmen und bei ihnen Interesse geweckt wird. Insofern macht es durchaus Sinn zu überlegen, gerade am Anfang einer PR-Kampagne mit der Ansprache der Blogger zu beginnen.

Von Uwe Schmidt, Vorstand der Hamburger PR-Agentur Industrie-Contact AG.

Über den Autor:

IC_AG_Uwe_SchmidtUwe Schmidt ist Vorstand der Industrie-Contact AG (IC AG) mit Sitz in Hamburg sowie Past President & Head of the Advisory Board of the Public Relations Global Network (PRGN). Die IC AG ist eine 1979 gegründete Full Service PR-Agentur in Hamburg.

Namhafte Kunden (B2C und B2B) aus dem In- und Ausland vertrauen uns anspruchsvolle Kommunikationsaufgaben mit ganz individuellen Ausprägungen an. Neben klassischer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Print-Medien gehören auch Online-Medien und soziale Netzwerke zu den Tätigkeitsfeldern.

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1 Kommentar zu Moderne PR – Das neue Schichtenmodell

  1. Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen uns mitteilt. Danke dafür.
    Gruß Karin

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