10 Dinge, die gute und erfolgreiche Blogger ausmachen

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Ich kann mir vorstellen, dass es vielen, die mit dem Bloggen beginnen möchten so geht, dass sie sich natürlich in erster Linie an anderen Blogs orientieren. Wie hat wer was geschrieben, strukturiert oder auch optisch aufgebaut? Doch schließlich geht es nicht nur um „harte Faktoren“, wie die Optik, die Schreibe oder die Art und Weise der Präsentation, sondern um einige Faktoren, die dem Blogger selbst zuzuschreiben sind und aus meiner Sicht unter den Punkt „softe Faktoren“ fallen.

Das sind letztlich Faktoren, die den Mensch „Blogger“ charakterisieren. Den Anstoß zu diesem Artikel gab mir ein etwas älterer Artikel zu den „10 Merkmalen erfolgreicher Blogs“ aus dem Blogprojekt. Die Merkmale, welche Peer dort beschreibt, finde ich allesamt richtig und gut. Jedoch bin ich der Meinung, dass man diese Merkmale trennen sollte, in Faktoren, die vom Blogger direkt und selbst ausgehen und Faktoren, die sich im (technischen) Charakter eines Blogs begründen.

10 Faktoren, die erfolgreiche Blogger ausmachen

1. Persönlichkeit

Ein Blog lebt schlichtweg von der Person, die diesen betreibt bzw. von dem Team, welches hinter einem Blog steht. Erst mit der Person/den Personen erhält der Blog eine persönliche, spezielle und häufig auch unverwechselbare Note. Ein Blog dient in erster Linie dazu, Meinungen zu veröffentlichen. Eine Meinung gehört stets einer Person an und dieser Umstand macht es nahezu unmöglich einen Blog zu führen und Menschen für diesen zu begeistern, wenn niemandem so richtig klar ist, wer eigentlich dahinter steht.

2. Leidenschaft & Herzblut

Wenn ich ein wichtiges Grundgesetz des Bloggens gelernt habe, dann ist es, stets mit Leidenschaft und Herzblut dabei zu sein. Ein Thema, das keine Freude bereitet, demotiviert vielmehr, als dass es Blogger und Lesern etwas bringt. Es ist oft recht einfach zu erkennen, ob ein Blogger wirklich hinter seiner Thematik steht oder einfach nur schreibt, um etwas zu schreiben oder ein paar Euro nebenher zu verdienen.

Dazu gehören auch Fehlversuche oder Blogs, die man mal aufgebaut hat, weil das Blog-Thema irgendwann einmal spannend war, dies aber nicht mehr der Fall ist. Fakt ist aber, ohne echtes Interesse und Leidenschaft wird das auf Dauer nichts mit einem erfolgreichen Blog, wie auch immer man „erfolgreich“ in diesem Fall definiert. Letztlich erkennt man dieses „Phänomen“ auch in vielen populären Blogs. Dort steht der Blogger permanent mit Freude und Leidenschaft hinter seinem Thema. Einige gute Beispiele aus meiner Sicht sind: Peer – SiN-Blog, Udo Vetter – lawblog, Martin – tagseoblog oder eben auch ein Sascha Lobo.

3. Authentitzität

Mit der entsprechenden persönlichen Note und Leidenschaft am Thema geht in meinen Augen auch eine gewisse Portion Authentizität einher, die notwendig ist, um Leser für einen Blog zu begeistern. Wissenschaftlich gesehen, müssen vier Faktoren erfüllt sein, um jemanden als authentisch zu erklären. Dazu gehören: Bewusstsein, Ehrlichkeit, Konsequenz und Aufrichtigkeit.

Das sind Dinge, die Blogger bewusst oder unbewusst über ihre Inhalt vermitteln können, die jedoch auch nicht von heute auf morgen zu erwirken sind. Einige mögen der Meinung sein, dass die Authentizität eines Bloggers bereits dann schon verloren ist, wenn er den Blog kommerziell betreibt und mit den Inhalten Geld verdient. Das sehe ich anders. Da ich der Meinung bin, dass viele Blogger absolut in der Lage sind beispielsweise ein Produkt aufrichtig und ehrlich in einem Review zu bewerten, auch wenn Sie dafür bezahlt werden.

4. Kommunikation

Kommunikation ist ein weiteres A und O des Bloggens. Schließlich ist das Bloggen an sich schon eine Kommunikationsform. Wichtig ist aber auch, diese über den Artikel hinaus zu führen. Dazu gehören Diskussionen in Kommentaren, sozialen Netzwerken oder auch in anderen Blogs oder Foren. Veröffentliche ich einen Artikel, sollte ich an dieser Kommunikation bestenfalls teilnehmen und auch auf die Inhalte anderer eingehen können.

5. Offenheit

Offenheit ist ein Faktor, der meines Erachtens mit Persönlichkeit und Leidenschaft einher geht. Aus meiner Sicht kann ich nur offen gegenüber anderem sein, wenn ich mit dem was ich in meinem Blog wiedergeben möchte eine Linie fahre, die auch meiner Person entspricht. Will ich zwanghaft zu einem Thema schreiben, das mich im Grunde gar nicht wirklich interessiert, wird es mich auch nicht interessieren, was andere dazu sagen, welche Diskussionsansätze es gibt und wie sich dieser Bereich entwickelt.

6. Mehrwert

Zu jedem Blog gehört in meinen Augen auch ein Stück „Mehrwert für den Leser“. Das bedeutet nicht, dass man Listenartikel, Anleitungen und Tipps in Massen runter schreiben muss, sondern dass jemand, der meine Artikel liest, daraus auch etwas mitnehmen kann. Dabei ist es völlig egal, ob dies persönliche oder sachliche Aspekte sind.

7. Kontinuität

Mit Kontinuität meine ich ganz einfach „am Ball zu bleiben“. Das bedeutet nicht, dass man jeden Tag oder jede Woche eine Mindestanzahl an Artikeln veröffentlichen muss. Wichtig ist jedoch, „immer mal wieder“ etwas zu schreiben und auch „immer mal wieder“ in sozialen Netzwerken präsent zu sein. Wie man recht einfach erkennen kann, praktizieren genau das auch die Blogger hinter populären Blogs.

8. Vertrauen und Glaubwürdigkeit

Wie ich bereits in Punkt 3 beschrieben habe, gehört eine authentische Haltung für mich zu einem guten Blog dazu. Damit einher geht die Glaubwürdigkeit der Inhalte des Blogs und damit das Vertrauen zwischen Blogger und Blog-Lesern. Um Vertrauen aufzubauen, bedarf es meines Erachtens einer positiven sozialen Haltung. Dazu gehört unter anderem, Dinge gut finden zu dürfen, andere Dinge aber auch angemessen kritisieren zu können.

9. Mut

Schließlich gehört zu einem Blog auch eine gewisse Portion Mut. Der Eine braucht diese etwas nötiger, der Andere weniger. Fakt ist, dass man sich mit einem Blog und damit dem geschriebenen Wort in die Öffentlichkeit begibt, damit auch etwas von sich selbst preisgibt und dadurch schließlich auch einfacher angreifbar ist, als bspw. jemand, der unter einem verdeckten Usernamen in einem Forum mitdiskutiert.

Ich persönlich empfand diese Öffentlichkeit anfangs auch als befremdend. Doch es treiben sich ja nicht nur Monster und Trolle im Web umher, sondern eben auch viele tolle, interessante und freundliche Menschen.

Schließlich bestimmt aber auch das Thema den Mut, den man aufbringen muss. Ich persönlich empfinde gesellschaftliche und politische Themen da durchaus schwieriger zu handhaben, als relativ sachliche wie Online Marketing oder Social Media.

Einer, der diese Themen trotz dessen aus meiner Sicht recht mutig angeht, ist Webarchitekt Kai. Man könnte nicht behaupten, dass er in Blogposts, Tweets und Statusupdates ein Blatt vor den Mund nimmt – manchmal ist es lustig, manchmal grenzwertig, aber häufig auch schlichtweg wahr. Ob es nun diese Art und Weise sein muss,  darüber lässt sich streiten und ist letztlich „Geschmackssache„. Ich bin mir aber relativ sicher, dass Kai zumindest vielen im Gedächtnis geblieben ist – wie auch immer ;-).

10. Identifikation & Unverwechselbarkeit

Mit Punkt 9 habe ich auch eine wunderbare Überleitung zu den Faktoren „Identifikation & Unverwechselbarkeit“. Das sind meines Erachtens Ziele oder Punkte, die teilweise viel Zeit brauchen und bei fehlender Persönlichkeit, Kontinuität und Authentizität nur schwer zu erreichen sind. Letztlich ist ein Blog ein Produkt, mit welchem sich der Leser identifiziert oder welches ihn interessiert.

Fazit

All diese Dinge zu vereinen und zu repräsentieren, ist nicht immer eine einfache Aufgabe. Der mir persönlich wichtigste Punkt ist immer wieder der „Spaß am Thema des Blogs„. Denn damit steht und fällt meines Erachtens alles andere. Auch ich habe schon den einen oder anderen Fehlstart mit einem bestimmten Blogthema hingelegt und mich irgendwann wieder dafür entschieden, diese Blogs in der Versenkung verschwinden zu lassen. Entstanden sind daraus jedoch wiederum andere Blogs, die ich mit Themen fülle, die mir wirklich Spaß und Freude bereiten, wie beispielsweise DieHundewiese.de oder auch webwork247.de. Das sind Themen, die mich dauerhaft begleiten und mir dauerhaft Spaß machen.

Ist man sich noch nicht sicher, worüber man schreiben soll und möchte man sich noch ein wenig ausprobieren, dann muss es auch nicht sofort eine eigene Domain sein. Dazu kann man sich beispielsweise erst einmal einer Menge kostenloser Blogging-Plattformen bedienen.

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14 Kommentare zu 10 Dinge, die gute und erfolgreiche Blogger ausmachen

  1. Hallo Jasmina, das sind viele richtige Beobachtungen. Als ich mit dem Bloggen anfing, konnte man noch durch allein durch Aktualität oder außergewöhnliche Nischen punkten. Inzwischen ist es aber vor allem die Persönlichkeit des Bloggers und wie er diese nach außen trägt, die ein Blog lebendig macht und von den Massenmedien im Web abhebt.

    Den Mutfaktor darf man dabei nicht unterschätzen, es ist sicher nicht jedermanns Sache, die eigene Meinung öffentlich zur Diskussion zu stellen. Das Wagnis lohnt sich aber, wenn man bereit ist, auch andere Meinungen zu reflektieren. Mit Trollen gelassen umzugehen lernt man dann auch irgendwann.

  2. Mir gefällt der Artikel sehr gut, weil er übersichtlich, leicht lesbar und in seinen Aussagen einsichtig ist. Ich hab ihn bereits weitergeleitet, denn es sollen ihn ruhig mehr Leute lesen :-)

  3. Hallo!
    Schöner Artikel. Aber ich hätte noch zwei nicht unerhebliche Punkte:

    11. Glück: Wie im verlinkten Artikel steht, gehört eine gehörige Portion Glück dazu, ein erfolgreicher Blog zu werden.

    12. Eine klare Linie: Ich denke, Blogs, die sich nur einem Thema verschrieben haben, haben es einfacher das konsequent durchzuziehen und sich „ihre“ Klientel zu finden.
    Wer gemischt über alles mögliche bloggt hat es meiner Erfahrung nach viel schwerer.

    • @Hazamel: Okay, die beiden Punkte lasse ich gelten ;-) . Ja, etwas Glück gehört auch dazu, aber wenn ich Schwachsinn schreibe, hilft mir das letztlich auch nicht sehr viel weiter. Deswegen würde ich sagen: Qualität geht da noch ein Stück vor Glück. Punkt 12 stimme ich vollkommen zu !

      LG

  4. Hallo Jasmina!
    Mir gefällt dein Artikel sehr gut. Am besten der Punkt 7. Ich denke, man muss immer aktiv sein, und nicht für paar Monate verschwinden und dann wieder kommen. Man kann zum Beispiel mit Lesern bei Twitter oder Facebook kommunizieren und so gut wie möglich die Interessen und Probleme zu erkennen. Ja und dann versuchen zu diesen Themen ein paar gute Artikel zu veröffentlichen . Nur so kann man immer am Ball bleiben und die interessante Themen auf eigenem Blog posten. Ein toller Artikel! Deswegen würde dich gerne auf Twitter weiterfolgen!
    Gruß Jurij

  5. Man sollte sich auch von Rückschlägen nicht unter kriegen lassen. Denn es kann schon mal vorkommen, dass die Besucher von dem eigenen Blog von heute auf morgen verschwinden. In diesem Fall muss man seinen eigenen Fehler finden und diesen ändern. Viele die das nicht verkraften können sollten nicht Bloggen.

  6. Ja, man muss schon ein Stehaufmännchen sein, man muss seine Fehler dann analysieren, wichtig ist was man daraus lernt. Identifikation & Unverwechselbarkeit finde ich bisher noch schwer, aber so langsam bahnt sich der weg, Zeit und Kraft braucht man auch.

    Habe dazu(in Anlehnung an einen Eng. Artikel) auch einen kleinen Artikel verfasst :)

  7. Hallo Jasmin,
    ich finde deinen Artikel genau auf den Punkt gebracht. Auch ich habe schon mehrere Blogversuch absolviert und bin derzeit dabei ein Projekt zu fosieren. Aber genau die beschrieben 10 Punkte sind notwendig, um erfolgreich zu sein.
    Mach weiter so und viel Spaß weiterhin.

    MfG
    Armin

  8. Sehr schöner Artikel :) Meiner Meinung nach treffen deine Punkte nicht nur auf persönliche Blogs, sondern auch auf Firmen-Blogs zu. Leider sieht man dort allzu häufig, dass die Macher eben nicht mit Persönlichkeit und Herzblut bei der Sache sind.

    Unseren Praktikums-Blog gibt es noch nicht so lange, daher ist dieser Artikel wirklich hilfreich, um sich das nochmal vor Augen zu rufen. :)

  9. Nun gibt es ja viele Menschen, die vor haben einen Blog zu schreiben sich tagelang damit beschäftigen und dann auch tatsächlich anfangen zu schreiben.

    Die ersten zwei Wochen ist die Aktivität auch sehr hoch. Dann nimmt sie immer mehr ab und nach 2 Monaten folgen keine Kommentare mehr.

    Meiner Meinung nach ist deswegen die „Ernsthaftigkeit“ ein sehr wichtiger Punkt.

  10. Bin hier ja ein bisschen spät zur Party – aber ich muss sagen, dass Du in einem Punkt hundertprozentig recht hast: im Internet tummeln sich tatsächlich nicht nur Trolle sondern auch Mengen von spannenden, lustigen Leuten. Und die kann man als Blogger eben auch kennenlernen.

  11. Hallo Jasmina,

    ein sehr schöner Beitrag. Ich denke auch, dass mann für ein Thema „brennen“ sollte. Nur so macht es auch Spaß zu schreiben. Ich denke die Energie, die man in einen Artikel steckt, macht sich auch bei den Lesern bemerkbar und sie kommen gerne wieder. Damit wird der Erfolg Stück für Stück aufgebaut. Ich komme hier auf jeden Fall wieder ;)

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