Social Media Buttons – die Währung der Blogger (?)

Ich bin mit dem Webmaster Friday mal wieder ganz schön spät dran. Und ehe heute abend morgen ;-) schon das neue Thema zum Webmaster Friday erscheint, möchte ich mich noch der spannenden Thematik von letzter Woche widmen. Grob geht es um „Social Media Buttons im Blog“. Wie in vielen anderen Bereichen, scheiden sich auch hier die Geister enorm. Schon wenn ich damit beginne, darüber nachzudenken, fallen mir 10 Dinge gleichzeitig ein, die ich dazu sagen und diskutieren könnte. Besonders da ich in den letzen 2 Jahren damit viele unterschiedliche Erfahrungen gemacht, Buttons ausgetauscht, umgebaut, aktiviert oder deaktiviert habe. Und grundlegend gilt: es wird nie aufhören, dass man sich als Blogger Gedanken um „Social Media Buttons“ macht.

Wozu Social Media Buttons im Blog gut sind

Im Zuge der Verbreitung von Inhalten im Web und dem Einzug des Web 2.0 und der damit verbundenen Verhaltensweisen, kamen auch die „Social Media Buttons„. Beschreibt man deren Einsatz im Rahmen der „Social Media Optimierung“ ist der Einsatz von Social Media Buttons eine Aktivität zur Aufnahme einer bestimmten Webseite innerhalb verschiedener Social Media Dienste und -Plattformen, um einen Auftritt der Webseite in sozialen Netzwerken und die Verbreitung deren Inhalte zu ermöglichen.

Oder in kurz und einfach:  Wenn man möchte, dass sich die Inhalte der eigenen Webseite relativ einfach in sozialen Netzwerken verbreiten lassen und die Webseite damit an Reichweite, Besuchern, Traffic…gewinnt, dann sollte man Social Media Buttons unbedingt im Blog einsetzen!

Aber Vorsicht! Mit Social Media Buttons meint man letztendlich nicht nur die hübschen Retweet- und Like-Buttons dieser Welt, sondern auch Buttons und Icons, die „lediglich“ zu Präsenzen in sozialen Netzwerken führen.

Gehören Social Media Buttons nur in Blogs?

Im Grunde gehören Social Media Buttons heutzutage auch zur „Grundausstattung“ eines jeden Blogs – zumindest trifft das für die meisten Blogs zu. Denn schließlich ist ja beinah jeder Blogger auch irgendwie in sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook, StumbleUpon oder jetzt auch Google + unterwegs. Und so ziemlich jeder Blogger findet es ja auch irgendwie gut, wenn immer mal wieder ein paar Leute im eigenen Blog vorbei schauen, kommentieren oder Artikel in ihren Netzwerken weiterverbreiten.

Das trifft letztlich aber nicht nur für Blogger zu, sondern auch für die Betreiber anderer Webseiten – meinetwegen Portale, Foren, Unternehmenswebseiten etc.. Denn natürlich auch die wollen, dass ihre Inhalte im Web eine gute Reichweite und Sichtbarkeit erhalten, dass Ihre schicken Social Network Präsenzen „gefant“ und „gefollowt“ werden  – mal ganz abgesehen vom Effekt im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung.

Und somit trifft man heutzutage auf so ziemlich jeder „fortschrittlicheren“ Webseite alle möglichen und denkbaren Buttons zum retweeten, liken, abonnieren, stumblen, „plus one´n“ (?), folgen, bookmarken, merken, teilen …und vielen anderen tollen Dingen. Das Problem, welches inzwischen jedoch immer häufiger Auftritt: Die Qual der Wahl! Was bietet man den Lesern und Besuchern an welchen Stellen an? Wo sind Social Media Buttons angebracht und wo nutzen sie niemandem etwas?

1001 Möglichkeiten Social Media Buttons in einem Blog zu implementieren

Nehmen wir mal an, man möchte Social Media Buttons in den Blog integrieren. Da hat man einerseits die Buttons, die sich meist in der Sidebar befinden und auf die verschiedenen Präsenzen in sozialen Netzwerken hinweisen – egal ob Twitter, Facebook, Xing, LinkedIn und all die anderen.  Um diese nett in der Sidebar zu präsentieren, gibt es mittlerweile millionen unterschiedliche Social Media Icons in unglaublich vielen Variationen und Stilrichtungen – einige habe ich auch schon in ein paar Artikeln mal vorgestellt – zum Beispiel hier, hier, hier oder auch hier.

Dann gibt es noch die Buttons, die meist in den Artikeln selbst verbaut werden und dazu dienen, die Inhalte selbst zu verbreiten. Hier sprechen wir also von Retweet-, Like-, +1-Buttons. Diese kann man einerseits manuell in das WordPress Theme integrieren oder auch via Plugin implementieren. Was einem lieber ist, muss jeder selbst entscheiden – zu viele Plugins sind auch nicht so super, wer aber mit Code-Salat nichts anfangen kann, der sollte dann doch lieber dazu greifen oder einen netten Freund fragen. Entsprechende Plugins findet ihr hier. Möchte man es doch manuell ausprobieren:

Welche Social Media Buttons sind wichtig?

Wahrscheinlich wird man es schon an diesem Artikel bemerkt haben: Die Buttons der Buttons sind jene von Twitter und Facebook … und nun auch mit höchster Wahrscheinlichkeit der Google +1 Button. Ich selbst war am Anfang immer der Meinung, dass man es den Nutzern möglichst bequem machen und möglichst viel Auswahl anbieten sollte. Ich habe die Nutzung der damals ca. 10 Buttons ausgewertet und irgendwann festgestellt, dass eigentlich nur Twitter und Facebook wirklich genutzt werden. Im einem „Aufräumwahn“ habe ich dann einfach alle anderen Buttons raus geschmissen und seit kurzem nun noch den Google +1 Button in den Artikeln hinzugefügt. Zwischendrin habe ich auch mal Flattr ausprobiert – aber einen wirklichen Mehrwert bot dieser Button auch nicht.

Grundlegend bin ich jedoch der Meinung, dass man keine allgemeingültige Aussage dazu treffen kann, welche Buttons wirklich notwendig und wichtig sind. Denn viele Blogs haben viele unterschiedliche Zielgruppen, die jeweils sehr unterschiedliche Netzwerke nutzen und dementsprechend nur bestimmte Social Media Buttons benötigen. Insofern: testen und auswerten lohnt sich!

Was Social Media Buttons mit Themenrelevanz zu tun haben

Aber ich bin auch der Meinung, dass bestimmte Social Media Buttons etwas mit Themenrelevanz zu tun haben. Ich kann es natürlich nicht wissenschaftlich nachweisen, jedoch ist mir aufgefallen, dass insbesondere der Flattr-Button in Blogs sehr gut funktioniert, die sich mit politischen, gesellschaftlichen bzw. sozialen Themen beschäftigen. Und ich möchte behaupten, dass Twitter-Buttons in einer „internetaffinen“ Gemeinschaft noch besser funktionieren als Facebook-Buttons. Zumindest beobachte ich das in meinen und einigen anderen ähnlichen Blogs.

Gut, letztendlich muss jeder Webseitenbetreiber jedoch seine eigenen Erfahrungen mit den einzelnen Buttons und dem selbst definierten „Output“ machen, weswegen ich jedem, der an der Thematik interessiert ist, nur empfehlen kann, den eigenen Blog mal dahingehend genau zu analysieren.

Tweets, Likes, +1´s – die Währung der Blogger?

Nun habe ich lang und breit darüber geschrieben, wie man Social Media Buttons einsetzen kann und dass man vielleicht nicht unbedingt nur wahllos irgendwelche Buttons in den Blog „klatschen“ sollte. Mir stellt sich schließlich noch die Frage, ob die Tweets, Likes und +1´en dieser Welt nicht aber noch eine weitergehende Bedeutung haben, als den Content schlicht verbreiten zu wollen.

Denn theoretisch könnte man doch bspw. diese ganzen Counts der Buttons einfach weglassen. Darauf wird aber nur sehr selten verzichtet und so stellt sich mir die Frage „Warum eigentlich?“. Die Antwort lautet zumindest für mich: Weil es auch eine Bewertung des Contents ist.

Hat ein Artikel mehrere hundert Retweets, muss er es ja „irgendwie wert“ sein und mit diesem Gedanken wird jener Artikel gleich mal noch ein wenig interessanter – zumindest geht es mir so. Also könnte man schlicht festhalten: Die Quantität der Retweets, Likes & Co. scheint uns vermeintlich auch irgendwas über die Qualität des Artikels zu verraten.

Natürlich ist dies auch ein Trugschluss. Denn nehmen wir einfach mal, ein Blogger macht sich mit einem frischen Blog auf in die Weiten des WWW …natürlich sind Blog und Blogger einfach noch nicht bekannt genug, um viele Votes zu erzeugen und die Inhalte können trotzdem erstklassig sein.

In diesem Sinne: Ich finde Social Media Buttons klasse :-) und freue mich über jede Seite, die es mir ermöglicht, Inhalte zu teilen.

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1 Kommentar zu Social Media Buttons – die Währung der Blogger (?)

  1. In Zukunft werden die Social Media Möglichkeiten und das einbinden dieser ein immer wichtiger Punkt in Sachen Blogging. Wieviel Potential dahinter steckt ist kaum Vorstellbar – benötigt aber auch eine gewissen Einarbeitungszeit :-)

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