Mobile SEO als Bestandteil eines professionellen mCommerce

Angesichts der immer weiter steigenden Bedeutung und immer tieferen Marktdurchdringung mobiler Endgeräte, sowie des dazu in Großstädten bereits nahezu allgegenwärtigen Internet, ist es kaum verwunderlich, dass mCommerce zum immer wichitgeren Tätigkeitsbereich im korporativen Umfeld wird. Genau so wie SEO ein wichtiger Teil des eCommerce und Online-Marketing ist, ist mobile SEO (mSEO) ein relevanter Aspekt des mCommerce.

1 Milliarde Nutzer in 2015

Source - ~Twon~Die Daten zur mobilen Internetnutzung sprechen eine eindeutige Sprache. 2009 gab es weltweit bereits ein halbe Milliarde Nutzer des mobilen Internet; Strategy Analytics schätzt, dass sich diese Zahl bis 2015 verdoppeln wird. Für Westeuropa wird bis 2014 eine Marktdurchdringung 3G-fähiger Endgeräte von 93% erwartet.

Darin enthalten sind jedoch nicht nur Smartphones, sondern auch bspw. Tablets. Im 4. Quartal 2010 besaßen gemäß comScore zumindest 31,1% der EU5 Bevölkerung ein Smartphone. Auch das Volumen der mCommerce-Umsätze wird laut Prognosen von ABI Research weiterhin deutlich ansteigen.

Was vorher lediglich als lukrative Option gesehen werden konnte, wird also immer mehr zur Notwendigkeit, um im Umfeld des wettbewerbsintensiven eCommerce bestehen zu können. Kaum ein Unternehmen, dass im eCommerce tätig ist, möchte noch auf bspw. eine iPhone App oder Mobilversion der eigenen Website verzichten. Und zu einem vollständigen mobilen Online-Marketing gehört zweifellos auch die Suchmaschinenoptimierung für mobile Suchanfragen. Mobile SEO wird deshalb immer mehr in den Fokus von SEO- und Online-Marketing-Experten treten.

mobile SEO – Best Practices

Usability & Performance

MahTunes, MahTweets and ShopprViele technische Faktoren, wie z.B. die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus (Download, Screen Rendering) und die allgemeine Usability werden in die Bewertung der Seite mit einbezogen. Wer eine mobile Version seines Internetauftritts erstellt, sollte deshalb unbedingt auf diese Faktoren achten; Eine speziell für kleine Bildschirme optimierte Seite wird entsprechend besser bewertet als eine lediglich herunterskalierte

Desktop-Version. Auch hinsichtlich des Content müssen Besonderheiten hervorgehoben werden...

Mobile Content Dilemma

mobile SeoMobile Endgeräte bieten, wie jeder Online-Marketer wissen sollte, ein zum Desktop verschiedenes User Interface (UI) und damit auch eine andere User Experience (UE). Das auch aus dem Desktop SEO bekannte Problem, die richtige Balance aus Usability und Conversion Rate auf der einen Seite und Crawlibility auf der anderen Seite zu finden, gilt für Mobilversionen der Websites umso mehr. Das von

Sherwood Stranieri beschriebene Mobile Content Dilemma beschreibt bspw. sehr gut, wie ein aus SEO-Sicht guter, weil Keyword-reicher Text im Kontext der Mobilversion einer Website aufgrund der Platzverhältnisse kaum realisierbar ist. Mehr als auf normalen Websites ist es im Mobil-Bereich von besonderer Bedeutung kurze und prägnante Inhalte bereitzustellen, um dem Nutzer eine unkomplizierte und situationsgerechte UE zu bieten.

Applikationsoptimierung

mCommerceNeben SEO-Maßnahmen im und für das mobile Web sind natürlich Apps von maßgeblicher Relevanz im gegenwärtigen mCommerce. Auch die eigenen iPhone- bzw. Android Apps sollte man hinsichtlich der steigenden Notwendigkeit derer Visibility in den verschiedenen App Stores genauer betrachten und optimieren. Mit mehr als 425.000 Apps in Apples App Store und ca. 480.000 Programmen im Android Market ist die Notwendigkeit von derartigen Maßnahmen offenkundig.

Das Suchverhalten

Smartphones bieten inzwischen ein breite Palette an Möglichkeiten zur Suche. Im mSEO ist es keine Selbstverständlichkeit, dass Nutzer die Google Startseite aufrufen und dort die Suchbegriffe eingeben. Mit Voice Search oder Google Goggles z.B. steht den Nutzern ein völlig alternativer Suchmechanismus zur Verfügung und angesichts der hervorzuhebenden Dynamik der IT- und Mobilbranche sind auch in Zukunft immer mehr kreative und innovative Möglichkeiten der mobilen Suche zu erwarten. Zudem

zielt die Suche mit mobilen Geräten häufiger auf Ergebnisse im lokalen Umfeld. Nach Googles Angaben liegt 1/3 der Suchanfragen eine lokalitätsspezifische Suchintention zugrunde. Das Suchverhalten ist also sowohl hinsichtlich der Suchintention, als auch im Hinblick auf die genutzten Mittel vom Desktop-

Suchverhalten zu unterscheiden und in der SEO-Arbeit entsprechend zu berücksichtigen.

Gastautor: Kai L. Hoppenheidt, Mitarbeiter der Projektvermittlungsplattform twago

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