Lohnt es sich 2018 noch einen Online Shop aufzubauen?

Online Shop 2018

2018 – die dritte StartUp-TV Show geht heute Abend an den Start. Es begann mit „Die Höhle der Löwen“, ging weiter mit „Das Ding des Jahres“ und nun werden wir bei „Start Up“ die nächste Show sehen, in der mal mehr, mal weniger kreative und clevere Köpfe um ein Investment für ihr StartUp buhlen.

Mit dabei sein werden (unter Garantie) auch Unternehmen, die Produkte online kaufen. Das wirft die Frage auf: lohnt es sich im Jahr 2018 eigentlich noch einen Online Shop aufzubauen? Erst recht, wenn man vielleicht keinen Investor, aber eine gute Idee in der Hinterhand hat?

Technische Hürden werden immer geringer

Es ist ganz eindeutig, dass die technischen Hürden immer geringer werden, um online verkaufen zu können.

Da gibt es einerseits etliche tolle Shopsysteme, die nicht mal mehr selbst installiert, sondern nur noch eingerichtet werden müssen.

Es gibt Shopsysteme, die man relativ einfach auf einem eigenen Webhosting-Paket oder Server aufsetzen kann und es gibt sogar gute Plugins für Webseiten wie WordPress, die die bestehende Webseite um einen Online Shop erweitern.

Oft benötigt man dazu nicht mal mehr Programmierkenntnisse, sondern klickt sich den Shop aus verschiedenen Bausteinen, Elementen oder Vorlagen zusammen. Für Starter aus meiner Sicht eine perfekte Möglichkeit, um nicht bereits an der technischen Umsetzung zu scheitern.

Weitreichende Beschaffungsmöglichkeiten

Ebenfalls verändert bzw. verbessert haben sich die Beschaffungsmöglichkeiten. Nun kommt es natürlich darauf an, ob du eigene Produkte verkaufen möchtest oder dich auf ein spezielles Sortiment fokusierst und die Produkte anderer Hersteller anbietest.

So oder so sind auch die Beschaffungsmöglichkeiten heute sehr vielseitig. Du kannst die Beschaffung beispielsweise über Dropshipping erledigen oder auch über internationale Plattformen wie Alibaba Produkte aus aller Welt einkaufen.

Andererseits findet man online auch viel schneller und besser Produzenten, die eigens entwickelte Produkte für dich herstellen. Während man früher erst aufwändig nach Firmen suchen und diese abtelefonieren musste, genügt heute meist schon ein Blick in Suchmaschinen wie wlw.de oder ähnliche.

Dropshipping Modell

Bedürfnisse, Marken und Botschaften werden immer spezieller

Ich muss zugeben, ich ertappe mich selbst oft dabei, sehr von Emotionen getrieben zu kaufen. Manchmal genügt mir schon ein wohlklingender Markenname in Kombination mit einem durchdachten und ansprechenden Shopdesign und ich schenke einem Online Shop sehr gern mein Vertrauen, verbinde mich emotional mit diesem.

Ob das nun die besondere Handseife von XY ist, die ich ausschließlich online kaufen kann oder auch das Kinderspielzeug XY aus Holz, das mich aufgrund seiner Eigenschaften total überzeugt, weil es schadstofffrei und nur aus natürlichen und ökologischen Materialien hergestellt ist.

Ist man nicht gerade täglich in Berlin Mitte, Kreuzberg oder Prenzlberg unterwegs ;-) , bekommt man solche speziellen Dinge nicht unbedingt in jedem Laden. Ich finde, dass Bedürfnisse immer spezieller werden, je detailreicher das Angebot, als auch die Kombination aus Marken und Produkten wird.

Vielleicht hast du aber auch schon selbst gemerkt, dass es dir immer wichtiger wird, wo du kaufst und was du kaufst und ob das, was du kaufst auch wirklich zu deinem Lebenstil passt (?)

Wer heute einen neuen Online Shop aufbauen möchte, muss sich genau dieser Dinge bewusst sein. Dass es da draußen Menschen mit ganz bestimmten Vorstellungen und Emotionen gibt. Und dass genau diese Bedürfnisse mit bestimmten Elementen wie dem Markennamen, der Botschaft, den Produkten, dem Design und der Kommunikation rund um die Marke befriedigt werden.

Fazit

Es lohnt sich auch im Jahr 2018 definitiv noch einen eigenen Online Shop auf die Beine zu stellen. Auch für Starter ohne Investor und mit wenig Budget. Man kann vieles im Bereich Marketing heute ohne großes Budget lösen. Wichtig ist, eine Marke, eine Botschaft und mit den richtigen Worten Emotionen zu transportieren. Die technischen Hürden, um einen Online Shop aufzubauen, sind dank diverser Systeme so einfach wie nie.

Ganz wichtig ist jedoch, dass man sich mit der Marke von der Masse abhebt und sich bestenfalls in einen „nischigen“ Markt begibt. Das klingt immer so einfach, ist aber definitiv eine große Aufgabe, die man mit Augenmaß erledigen muss.

Nach wie vor empfehle ich Startern in diesem Bereich immernoch das Buch „The Long Tail“ von Chris Anderson*. Ein perfektes Buch, um die Logik von „Long Tail“ und Nischen zu verstehen und zu begreifen, dass kleine Märkte große Chancen bieten.

Dabei muss es ja auch nicht immer ein eigenes Produkt oder eine eigene Produktreihe sein, die man online verkauft. Es gibt noch so viele tolle Nischen, die nur darauf warten, dass da eine(r) kommt, der sich ihr widmet, qualitative Beratung und Produkte anbietet.

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Wer schreibt hier? Jasmina

Hi! Ich bin Jasmina, die Autorin von onlinelupe.de. Seit 2010 schreibe ich hier über digitales Arbeiten und Selbständigkeit im Internet.

1 Kommentar

  1. Danke für den Artikel. Bestimmt lohnt es sich noch einen Online Shop zu eröffnen und es gibt viele Nischen. Wer sich SEO selber aneignet der bringt auch die Produkte auf die vorderen Plätze bei Google. Das schöne ist auch das es noch nie so einfach war ein Online Shop zu internationalisieren. Solltest du mit deinem Online Shop in einer Nische bereits auf Platz 1 stehen, dann expandiere doch weiter nach Frankreich, Italien, Holland usw. wie es auch die grossen Online Shops machen.

    Beste Grüsse
    Marc Bürgin

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