Ausbildung, Weiterbildung und Karriere im Marketing – wie macht man das?

Ausbildung Marketing

Die Marketingbranche unterliegt seit jeher einem starkem Wandel. Einfluss hatten darauf insbesondere politische und gesellschaftliche Veränderungen, in den letzten 20 Jahren aber vor allem ein immenser technologischer Fortschritt. Das klassische Marketing erweiterte sich um viele weitere Kanäle. Das stellte einige Teilbereiche des Marketings erst einmal auf den Kopf, sorgte aber auch innerhalb der Branche für die Entstehung neuer Berufsbilder und Möglichkeiten. Vor ca. 10 Jahren antworteten viele Schulabsolventen auf die Frage was sie denn später beruflichen gern machen würden mit „Irgendwas mit Medien“. In der Regel gemeint ist damit ein Job im Marketing.

Lange Zeit war das Marketing aber vor allem auch eine Branche für die es weder eine fokussierte Ausbildung, noch ein eigenständiges Studium gab. Heute sieht das anders aus. Trotzdem erhalte ich hin und wieder E-Mails von Lesern, die danach fragen, wie ich meinen Weg in das (Online) Marketing gefunden habe und welche Möglichkeiten ich ihnen empfehlen könnte. Wie kann man im Marketing Karriere machen kann und gleichzeitig gut verdient ist trotz eines boomenden Sektors manchmal ein zäher Weg – denn diese beiden Faktoren entwickeln sich in jener Branche nicht immer zwangsweise parallel. Ein paar Tipps zur Ausbildung, Weiterbildung und Karriere im Marketing soll dieser Artikel geben.

Marketing – Ausbildung und Studium

Generell gibt es 2 wesentliche Wege in das Marketing: entweder der Direkteinstieg über eine Ausbildung oder ein Studium oder eben der Quereinstieg aus einer anderen Branche heraus. Als ich 2004 mit meinem BWL-Studium begann, war für mich relativ schnell klar, dass ich mich in der Phase der „Spezialisierung“ auf den Bereich des Marketings fokussieren würde. Finanzierung, Steuern, Recht und Wirtschaftsmathematik fand ich auf Dauer etwas sehr „trocken“.

Mittlerweile sind 9 Jahre vergangen und auf dem Ausbildungsmarkt hat sich vieles getan. Berufsbilder im Marketing haben sich verändert, spezialisiert oder sind ganz neu entstanden. Hatte ein Marketingverantwortlicher früher häufig viele verschiedene Aufgaben zu übernehmen, existieren heute einzelne Positionen für Produktmanager, Grafiker, Webdesigner, Werbeberater, PR-Berater usw..

Wer an einer Ausbildung oder einem Studium im Marketingbereich interessiert ist, dem empfehle ich vorab, sich einige verschiedene Berufsbilder genauer anzusehen und evtl. mit Personen in Kontakt zu treten, die diese Berufe seit Jahren ausüben. Manchmal stellt man sich unter den vielen verschiedenen Begriffen gern mal etwas idealisiertes oder völlig anderes vor.

Marketing – Weiterbildung & Quereinstieg

In meiner bisherigen beruflichen Laufbahn habe ich mindestens genauso viele Quereinsteiger im Marketingbereich getroffen, wie Direkteinsteiger.

Was nun besser oder welche Gruppe kompetenter war und ist, kann man keineswegs beurteilen, denn das liegt meines Erachtens immer am Menschen selbst. Viele Quereinsteiger waren bspw. viel stärker motiviert, lernbegeistert, lernfähig und kreativ. Andersherum brachten einige Direkteinsteiger sehr gutes theoretisches Wissen mit, versuchten zu optimieren und zu verbessern wo es nur ging. Hin wie her bin ich der Überzeugung, dass man Marketing vor allem dann lernt, wenn man es macht – ganz gleich, ob Direkteinstieg oder Quereinstieg.

Marketing ist kein Hexenwerk und mit ein wenig Köpfchen, Fleiß und einer Menge Interesse innerhalb recht kurzer Zeit „erlernbar“.

Fähigkeiten & Stärken – der Fokus im Marketing

Wie im Handwerk, unter Ärzten oder Anwälten – kaum jemand kann jedes Teilgebiet seines Berufes in Perfektion. Es gibt Ärzte, die lieber im chirurgischen Bereich arbeiten und dafür „ein Händchen haben“, während Anwälte sich bspw. auf Familienrecht oder Internetrecht spezialisieren oder ein Handwerker eben am liebsten Sanierungsarbeiten ausführt.

Jeder hat einen favorisierten Teilbereich und wenn man etwas sehr gern macht, ist man in der Regel auch recht gut darin und kann für lange Zeit motiviert dabei bleiben. Gleiches gilt für das Marketing. Dieses teilt sich in viele verschiedene Bereiche, die wiederum einige Unterdisziplinen beinhalten. So gibt es bspw. eine ganze Menge Agenturen, die sich ausschließlich auf die Suchmaschinenoptimierung spezialisiert haben. Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist ein Teil des Suchmaschinenmarketings, das wiederum ein Teil des Online Marketings.

Hat man sich einen Überblick über die Bereiche des Marketings verschafft, würde ich jedem ans Herz legen, sich mit der Zeit in jedem Fall auf einen speziellen Bereich zu fokussieren.

..und was ist mit der Karriere?

Karriere machen, kann in der Marketingbranche recht schnell gehen. Kritisiert wird häufig das Gehaltsgefüge. Nicht selten werden vor allem Einsteiger im Marketing auch ziemlich schlecht bezahlt, bei i.d.R. weitaus mehr als einer 40-Stunden-Woche. Das trifft sicher nicht nur auf die Marketingbranche zu, mir ist es aber aus eigener Erfahrung heraus dort sehr aufgefallen. Meist richtig gut hingegen geht es jenen, die eine Leitungsposition im Marketing inne haben – doch das bedeutet auch wesentlich mehr Verantwortung und vorab Leistung und Weiterbildung.

Eine Gehaltserhöhung kommt nicht vom Himmel gefallen, sondern muss eigentlich immer verdient werden. Das funktioniert entweder mit Weiterbildung und damit Mehrwert für den Arbeitgeber, einer besseren Position oder geschickten Verhandlung. Ob mit oder ohne Studium oder Ausbildung im Marketing sollte man sich vorab über das durchschnittliche Gehaltsgefüge informieren und nur mit guter Vorbereitung in Verhandlungen einsteigen.

 

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Jasmina

Wer schreibt hier? Jasmina

Hi! Ich bin Jasmina, die Autorin von onlinelupe.de. Seit 2010 schreibe ich hier über digitales Arbeiten und Selbständigkeit im Internet.

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