Mit F-Commerce in die Zukunft

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Ein neuer zukunftsweisender Trend zeigt sich im sogenannten Social- oder F-Commerce. Daher ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Unternehmen ihre Marken mit E-Commerce Lösungen in Facebook vorstellen. Viele Unternehmen haben mittlerweile das Ziel, das soziale Netzwerk als neuen Absatzkanal zu etablieren. Damit in Facebook allerdings mehr als nur die reine Kommunikation mit dem Kunden stattfinden kann, müssen eine Reihe von Faktoren beachtet werden.

Kundendialog über die soziale Plattform – Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg

Mehr als 18 Millionen Deutsche nutzen täglich Facebook. Damit bietet sich den Unternehmen ein erfolgversprechender Markt. Hinzu kommt die verbesserte Technologie, die in allen Social Media Netzwerken Einzug gehalten hat. So bieten sich Unternehmen Möglichkeiten, die bisher undenkbar waren. Eine Verknüpfung eines Online-Shops mit den Informationen aus Nutzerprofilen war bisher nur einigen wenigen vorbehalten. Doch mittlerweile öffnen die F-Commerce Lösungen die Tore zur virtuellen Einkaufswelt im Social Media Verbund.

Entscheidend für den Erfolg der E-Commerce Lösung in sozialen Netzwerken ist allerdings nicht nur eine professionelle Umsetzung des Online-Shops. Viel wichtiger ist die Kommunikation mit den Kunden auf der jeweiligen Plattform. Schließlich tauschen sich mehr als ein Drittel aller Internetuser über ihre Erfahrungen mit bestimmten Produkten über Facebook und Co. aus. Ein kontinuierlicher Dialog mit den Kunden ist entsprechend wichtig für die Kundenbindung und die Kaufentscheidung.

Ein einziger Klick auf den Facebook „Gefällt mir“-Button kann eine Lawine ins Rollen bringen. Hier werden die Weichen für die Meinungsbildung von Millionen Menschen gestellt. Zwar ist die gute alte Mund-zu-Mund-Propaganda immer noch gefragt, aber ausgelöst werden solche Aktionen immer häufiger in Facebook.

Marktforschung der besonderen Art

Ein wichtiger Aspekt für die Unternehmen ist das Wissen über die Beliebtheit ihrer Produkte beim Verbraucher. Die eingesetzten Social-Plugins sind hier eine gute Hilfestellung. Schließlich kann das Unternehmen genau ablesen, welches Produkt bei den Facebook-Nutzern „Top“ oder eher „Flop“ ist. Diese Informationen sind nicht nur für die allgemeine Marktprognose sondern auch für die Produktplanung wichtig und sollten bei der Planung einer Facebook-Shop-Applikation einbezogen werden.

Facebook-Funktionen integrieren

Mittlerweile haben Unternehmen zwar die Möglichkeit komplette E-Commerce Lösungen auf Facebook abzubilden, doch meist werden nur einzelne Produkte oder Warengruppen dargestellt. Diese Facebook-Anwendungen ergänzen den Online-Shop und sind auf die Zielgruppe und die Interessen der Nutzer abgestimmt. Allerdings sollte F-Commerce nicht ohne Vorbereitung angegangen werden. Das Konzept des eigenen Shops sollte hier genau ausgearbeitet werden. Dafür kann die Hilfe eines E-Commerce Spezialisten hilfreich sein.

Professionelles Social Commerce beinhaltet nämlich mehr als die Anbindung des Online-Shops in die eigene Facebook-Seite. Eine umfassende F-Commerce-Strategie solle auch die Integration von unterschiedlichen Facebook-Funktionen berücksichtigen. So sind „Gefällt mir“ Buttons und Share-Buttons ein wichtiger Bestandteil. Diese sorgen für die zusätzliche Verbreitung von Produktinformationen und Online-Shop bzw. Anbieternamen auf Facebook. So kann für den eigenen Online-Shop gleich auch zusätzlicher Traffic von Facebook generiert werden. Auch Status-Updates eines gekauften Produktes zählen dazu. Eine gute Alternative, um schneller neue Kunden zu gewinnen.

Facebook-Shop-App realisieren

Viele Unternehmen halten sich zu Anfang ein wenig zurück und implementieren nur eine Anwendung, die Produkte und Angebote präsentiert und einen Verweis auf den eigenen Online-Shop beinhaltet. Dies ist ein guter Testlauf, um zu erkennen, ob die Facebook-Nutzer überhaupt Interesse an den Produkten zeigen. Mit einem Facebook-Shop hat dies allerdings noch nicht viel zu tun.

Wie ein solcher Facebook-Shop am sinnvollsten aufgebaut wird, darüber scheiden sich die Geister. Während die einen eine sogenannte Canvas-Seite, also eine Shoplösung auf einer Applikationsseite, bevorzugen, schwören die anderen auf eine Shoplösung, die vollständig auf der Facebook-Seite abgewickelt wird.

Eine Canvas-Seite bietet hier zwar mehr Gestaltungsmöglichkeiten, hat aber den Nachteil, dass Kunden die Facebook-Seite verlassen müssen. Daher ist es wichtig, die Seite so zu gestalten, dass der Rückweg möglichst schnell und einfach zu bewerkstelligen ist. Dazu benötigt man eine eigene Navigationsleiste in der App, die optional erweiterbar ist.

Eine Shop-App direkt auf der eigenen Facebook-Seite hingegen führt den Nutzer mit einem Klick wieder an den Ausgangspunkt zurück. So kann er schnell wieder im gewohnten Umfeld zu anderen Anwendungen wechseln. Sämtliche Funktionen können also direkt innerhalb der Seite abgewickelt werden und der Kunde muss nicht erst auf eine extra Canvas-Seite weitergeleitet werden.

Doch für welche Shoplösung sich ein Unternehmen auch entscheidet, diese sollte immer das gleiche Vertrauen beim Kunden wecken wie ein Online-Shop auch. Daher finden sich immer mehr Sicherheitssiegel wie Trusted Shop auf Facebook wieder. Zumindest zu Beginn ist es ratsam den Facebook-Nutzern kleine exklusive Vergünstigungen, die nicht nur zum Kauf animieren sondern auch den Shop aufwerten, anzubieten.

Rechtliche Aspekte für F-Commerce Lösungen

Die Präsentation eines Unternehmens im Internet unterliegt rechtlichen Bestimmungen. Dies gilt ebenfalls für die Eröffnung eines Markenshops bei Facebook. So muss dieser Shop mit einer eindeutigen Anbieterkennung im Rahmen der Impressumspflicht versehen werden. Hierzu reicht allerdings ein Link zu einem bereits existierenden Impressum aus, sofern dieser klar erkennbar und unmittelbar erreichbar ist. Der Link muss zudem ständig verfügbar sein.

Zudem unterliegen Unternehmen, die über soziale Netzwerke Handel betreiben, der Informationspflicht für Verträge im elektronischen Geschäftsverkehr. Hierzu zählen unter anderem die Belehrung über das Widerrufs- bzw. Rückgaberecht, die Bereitstellung der AGB, die Möglichkeit Vertragsbestimmungen abzurufen und die Bestätigung des Bestelleingangs.

Außerdem steht natürlich auch der Datenschutz in den sozialen Netzwerken an oberster Stelle. Für die Datenerhebung und Datenverarbeitung muss grundsätzlich eine Einwilligung des Betroffenen vorliegen. Insbesondere wenn personenbezogene Daten über das Internet erhoben oder verarbeitet werden, so muss über der Kunde über diese Tatsache in einer Datenschutzerklärung auf der Webseite informiert werden. Hier ist auch auf die Einbindung von Plugins gesondert hinzuweisen. Ohne eine ordnungsgemäße Datenschutzerklärung können Schadensersatzansprüche und Bußgelder auf den Betreiber zukommen.
Dies ist ein Gastartikel von Denis Brediceanu

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Jasmina

Wer schreibt hier? Jasmina

Hi! Ich bin Jasmina, die Autorin von onlinelupe.de. Seit 2010 schreibe ich hier über digitales Arbeiten und Selbständigkeit im Internet.

7 Kommentare

  1. Lassen wir mal das Thema Datenschutz hier weg! Eigentlich eröffnet Facebook ja viele neue Möglichkeiten, welche man intensiv nutzen kann. Ich habe schon einen Online-Shop gesehen, wo gezeigt wurde, was meine Freunde von Facebook dort schon gekauft haben. Eigentlich kann man das gleich als eine Empfehlung annehmen. Ich denke, dass Facebook noch mehr in den eCommerce Bereich einsteigen und den Betreibern noch mehr interessante Möglichkeiten anbieten wird.

  2. Die Bezeichnung F-Commerce finde ich irgendwie lustig. Im Bereich Social Media gibt es doch noch genug andere Möglichkeiten neben Facebook. Und nach dem was ich beobachtet habe, ist Twitter immer noch gewaltig groß für Unternehmen und man kann darüber noch besser in Kontakt mit Kunden treten als über Facebook.

  3. sehr interresantes thema, facebook scheint sich exorbitant schnell zu entwickeln. irgentwann kommen wir an facebook genauso wenig vorbei wie mit google. ob das gut ist wird sich noch rausstellen. ich selber habe auch schon anzeigen auf facebook geschalten. hatte damit auch mehr erfolge als mit google anzeigen.

  4. sehr interresantes thema, facebook scheint sich exorbitant schnell zu entwickeln. irgentwann kommen wir an facebook genauso wenig vorbei wie mit google. ob das gut ist wird sich noch rausstellen. ich selber habe auch schon anzeigen auf facebook geschalten. hatte damit auch mehr erfolge als mit google anzeigen !

  5. Ich denke das Facebook seinen Höhepunkt bereits überschritten hat. Der Fall der Facebook Aktie bestätigt diese Ansicht meiner Meinung nach. Facebook ist ein Riesenhype, aber verliert aufgrund seines schlechten Datenschutzes immer mehr potentielle Kunden.

  6. Ich bin der Auffassung, dass der F-Commerce seinen Weg gehen wird. Auch wenn der Anfang etwas holprig ist. Facebook hat einfach die Macht und die Reichweite. Sollte es denen nicht so drastisch wie studivz ergehen, werden sie ihren Weg machen. Alleine das neue Konzept http://www.ecommerce-vision.de/10-2012/f-commerce-alles-zum-neuen-dienst-facebook-gifts/ finde ich sehr ansprechend und sinnvooll. Wenn Sie Facebook Gifts etabliert bekommen, ist der F-Commerce neu ins Rollen gekommen.

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