Twitter Tools #2 – Twitter Analyse, Benchmark & SMO mit dem Twitteranalyzer

Im Rahmen der Reihe “Twitter Tools” möchte ich Euch heute ein recht umfangreiches und starkes Tools präsentieren, womit man das Verhalten des eigenen Twitter-Accounts (aber auch das der Anderen :-) ) nachvollziehen und optimieren kann.

Es handelt sich hierbei um das webbasierte Tool twitteranalyzer.com

Wozu Twitter Analyse ?

Diese Frage ist relativ einfach beantwortet: Wer einen Blog oder eine andere Webseite betreibt, wird wissen, dass Twitter einerseits ein hoher Trafficbringer sein kann. Andererseits eignet sich Twitter auch bestens, um permanente Präsenz durch direkte Kommunikation und Informationsaustausch aufzubauen. Ob eine Analyse des Twitter Accounts für private Zwecke sinnvoll ist, muss jeder selbst entscheiden. Nutzt man den Account jedoch für Zwecke wie den Blog, die eigene Unternehmung oder ähnliches, ist es absolut sinnvoll, sich einerseits selbst zu analysieren UND sich bestimmte Benchmark-Accounts mal näher anzuschauen.

Was kann Twitteranalyzer ?

Um hier nicht allzu lang um offensichtliche Fakten zu schreiben, zeigt diese Abbildung relativ schnell, welche Kennzahlen mit dem Twitteranalyzer einzusehen sind.

Die zu analysierenden Bereiche sind unterteilt in

  • User
  • Friends
  • Mentions
  • Groups

Und bald auch

  • Trends
  • Fun

Je nach Kategorie kann ich unterschiedliche Kennzahlen abfragen – ob es nun Tweets, Chats, Reichweiten, Hashtags, Links, Follower-Aktivitäten oder Wachstumsraten sind – es ist einiges dabei, was sicherlich spannend ist.

Twitter User Analyse

In dieser Kategorie analysiere ich speziell mein Tweet-Verhalten bzw. Dinge,  wie Reichweiten und Unique Reader. Es beginnt ganz simpel damit, dass die Tweet-Anzahl des letzten Monats dargestellt wird. Es ist jedoch zu beachten, dass sich die Angaben unter der Grafik nur auf den aktuellen Tag beziehen. Woraus sich die Reader Reach (Leser-Reichweite) nun genau ergibt, habe ich leider noch nicht herausgefunden. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass es die Anzahl der Mentions und RTs ist, multipliziert mit der Anzahl der Follower jener Personen, die ein Mention oder einen RT getwittert haben – das müsste man nochmal durchrechnen, wenn die Zahlen überhaupt noch nachvollziehbar sind.

Reichweiten und Social Interactions

Interessant finde ich die Reader Reach (Leser-Reichweite) mit anderen Accounts zu vergleichen. Dazu lege ich mir bestimmte Benchmark-Accounts fest und sehe mir an, wie sie Twittern und welche Reichweiten sie damit haben.

In diesem Zusammenhang sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Was unterscheidet meine Tweet-Anzahl oder –Frequenz von der meines Benchmarks?
  • Welche Reichweiten-Unterschiede gibt es und wie begründen sich diese?
  • Wie viele Social Interactions (Unter dem Punkt „Chats“) führe ich und was macht mein Benchmark besser? (Die jeweiligen Tweets zu den Social Interactions sind in der rechten Box zu sehen)

Die Punkte Popularity, Subjects und Reach finde ich leider noch  nicht wirklich aussagekräftig, weswegen ich mich nun auch gleich dem Punkt „Hashtags“ zuwenden möchte.

Hashtags

Hier werden die Hashtags, die Du in den letzten 30 Tagen, am häufigsten genutzt hast in ein Ranking gesetzt und visualisiert. Ich finde das sehr hilfreich, da man selbst darüber kaum noch einen Überblick hat. Damit kann ich überprüfen, ob ich Hashtags wirklich sinnvoll nutze. Das kann über verschiedene Logiken geschehen.

Beispielsweise: Verbinde Hashtags mit den Interessen und Tätigkeiten Deiner Follower

Schau Dir dazu Deine Hashtags an und gehe danach in die Übersicht Groups > Groups by Occupation. Was genau diese Aufstellung soll, dazu komme ich in einem späteren Artikel. Grob gesagt, wird hier aber dargestellt, aus welchen Bereichen Deine Follower kommen bzw. ist dies mehr oder weniger eine Messung der relevanten Keywords aus den Biographien Deiner Follower.

Ich erkenne, dass die Mehrzahl meiner Follower etwas mit dem Web, Marketing, Design und Unternehmertum zu tun haben. Jetzt nehme ich meine Hashtags hinzu und muss abschätzen können, ob diese auch wirklich für meine Follower interessant sein können.

…und stelle fest, dass ich #ff s relativ häufig nutze, aber die tatsächlich interessanten Hashtags für Web- und Marketing-Interessierte gar nicht so häufig vorkommen.

Ein Punkt, der zu optimieren ist, wenn ich möchte, dass meine Tweets öfter gelesen oder retweetet werden oder wenn ich möchte, dass meine Follower klicken und in meinen Blog gelangen.

Es gibt Personen, die haben das sehr gut im Griff – ob nun bewusst oder unbewusst. Nehmen wir mal das Paradebeispiel Sascha Lobo:

Sascha Lobos Hashtags


Und Sascha Lobos Follower Occupations

Das passt nahezu perfekt, wie Faust auf Auge.

Linkpopularität

Zu guter Letzt werfen wir noch einen Blick auf unsere Link-Auswertung bzw. auf die Aufstellung der populärsten Links in unseren Tweets.

Nur als solches werden uns die Links nicht viel verraten, weil die meisten nur in der Short-Version vorhanden sind. Wenn man aber auf den Link in der Abbildung klickt, dann erscheinen in der rechten Box die dazugehörigen Tweets und schon wird die Sache aufschlussreicher.

Einerseits erkenne ich beispielsweise in meinem Account, dass eine hohe Abhängigkeit zwischen getwitterter Link-Frequenz und Link-Popularität besteht. Andererseits weiß ich damit aber auch in etwa, welchen Themen meine Follower in der Vergangenheit interessierten.

Diese und die Auswertung der Hashtags haben weiterhin wertvollen Informationsgehalt für eine Twitter-Trend-Recherche. Wie man das beispielsweise mit dem Tool Twitter Search Advanced tun kann, darüber habe ich bereits gestern berichtet. Der Twittalyzer eignet sich in einem engeren Sinne ebenfalls dafür.

Was in den nächsten Tagen folgt

Dies war natürlich nur der Anfang zum Thema Twitter-Analyse und dem Twitteranalyzer. In den nächsten Tagen folgen Berichte zur Auswertung von

  • Friends
  • Mentions
  • Groups

und ich hoffe, wir lesen uns wieder. :-)

 

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Jasmina

Wer schreibt hier? Jasmina

Hi! Ich bin Jasmina, die Autorin von onlinelupe.de. Seit 2010 schreibe ich hier über digitales Arbeiten und Selbständigkeit im Internet.

16 Kommentare

  1. Hallo Jasmina,

    hast echt GUT recherchiert. Kannte ich noch nicht. Bin erst seit einer kurzen Zeit bei Twitter.
    Kann es sein das twitteranalyzer kostenpflichtig ist ???

    Kann nämlich nichts abfragen :-(……

    lg

    Ulrike

  2. Oh Mann, habe mich bis jetzt eigentlich gegen Twitter gesträubt, da ich in diesem Dienst keinen unbedingten Mehrwert für den User sah, sondern eher ein Gimmick. Und das Wort „Follower“ assoziiert bei mir immer eine Herde hirnloser Schafe, die darauf warten, dass ihnen ihr Herr und Meister einen linguistischen Erguss seiner Großhirnrinde zuwirft. Ich denke lieber selber. Naja, ich versuch’s wenigstens.
    Aber wie heisst es doch in einer bekannten Milch-Werbung: „Na, wenn’s scheen macht..“

    LG Peter

  3. @Jasmina – das ist aber lieb von dir..
    da wird der alte „Doctor Love“ ja fast ein bisserl rot, bei dem Kompliment.. LOL
    Und Du? So früh schon am werkeln? Machst du auch die letzten Vorbereitungen für den Blog-Marathon? Bisserl den Schmutz durchharken, Nasszelle schrubben und die Unnerbüxen unters Bett feuern, wenn die anderen 96 Gegner zu Besuch kommen? ;-)

  4. Liebe Ulrike,

    nein, um Himmels willen – Du brauchst dafür keinen kostenpflichtigen Account ! :)
    Gib auf der Startseite von Twittalyzer einfach Deinen Twitter-Namen ein und klicke auf „Analyze“ – dann hast Du die Auswertung, die man kostenfrei erhält.

    Liebe Grüße
    Jasmina

  5. Hi Peter,

    Deine Kommentare sind köstlich :D
    Ich wusste ganz zu Beginn auch nicht, was ich mit Twitter soll – das entdeckt man erst dann, wenn man bereits einigen Leuten folgt und einige Leute Dich verfolgen. Heute sage ich: Ich liebe Twitter und ich finde, Du solltest unbedingt dabei sein !

    LG
    Jasmina

  6. Hi Jasmina,
    klar, wir kommen unter die letzten 10.. wäre doch gelacht..
    Ich habe meinen heutigen Blogeintrag auch schon fertisch. Muss jetzt zu meiner Nordic Walking Gruppe.. Die Kilos der zahlreichen hefekaltschalen und Caipirinhas müssen mal wieder runter.. grummel.. das aber auch alles was schön ist dick macht, Manno.. ;-)

    LG
    Peter

  7. Doctor Love :D Ich kann nicht mehr :D

    Nö, putzen mach ich nicht :) Ich schreibe lieber :) Und selbst ?

    Hoffentlich bleiben wir länger als einen Tag dabei :D

  8. Ja, das ist ein schreckliches Gesetz der Natur ! Meine Freundin bildet da eine Ausnahme: McDonalds, Pizza, Cola, Fertig-Food und Eistee, kein Sport – und sie hält immer schön ihre 53 Kilo.

    Ich hingegen muss nach jeder Schlemmerei gleich zum Sporteln :)

  9. Nein, muss man nicht. Wenn Du auf der Startseite gleich deinen Twitter-Namen eingibst und dann auf „Analyze“ klickst, bekommst Du Die ganz normale Auswertung, die ich oben im Artikel auch aufgezeigt habe.

    VG

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