Falsche Markteinschätzung – 10 Gründe für das Scheitern von Existenzgründern

In den Teilen eins bis drei der Artikelserie ging es inbesondere um den finanziellen und kaufmännischen Bereich einer Existenzgründung. Das Fazit war, dass es absolut notwendig ist, sich vor der Gründung des Unternehmens betriebswirtschaftliches Wissen anzueignen und auf dieser Basis unter anderem den Businessplan realistisch zu erstellen, als auch den Bedarf von Eigenkapital und Fremdkapital richtig zu planen. Der vierte Teil der Artikelserie beschäftigt sich mit der Einschätzung des Marktes, denn es gibt viele Ideen, die schlichtweg genial sind, doch muss auch der entsprechende Markt vorhanden sein, um aus der Idee schließlich auch den Lebensunterhalt und das Unternehmen zu finanzieren.

4. Die Markteinschätzung zur Geschäftsidee

Häufig wird angenommen, dass eine geniale Geschäftsidee der alleinige Schlüssel ist, um ein erfolgreiches Unternehmen zu gründen. Natürlich ist die Idee der Kern der gesamten Unternehmung, aber die Idee allein genügt nicht, um das Unternehmen kurz-, mittel- oder langfristig zum Erfolg zu führen.

Eine der wichtigsten Analysen, die man noch vor der Gründung bearbeiten sollte, ist die Einschätzung des Marktes. Dazu gibt es viele unterschiedliche Varianten, um herauszufiltern, ob die Idee auf dem vorhandenen Markt überhaupt nachgefragt und auf Interesse stoßen könnte. Dazu ist es notwendig, die Idee so gut wie möglich zu beschreiben, um zu definieren, was man überhaupt vor hat. Das sollte spätestens im Businessplan erfolgen.

Die Betriebswirtschaft bietet einige Möglichkeiten, einen Markt zu analysieren. Wichtige Voraussetzung ist aber auch, dass Augen und Ohren stets offen gehalten werden und in der Euphorie der Idee nicht alles nur „schön gemalt“ wird.

Wege, den Markt für Ihre Geschäftsidee zu analysieren

Folgende Analysemöglichkeiten geben eine Hilfestellung zur Markteinschätzung. Wahrscheinlich ist nicht jede Analyse für jedes Vorhaben geeignet, doch sollte man sich mit einigen Punkten dieser Analysemöglichkeiten auseinandersetzen, um das Produkt oder die Dienstleistung besser einschätzen zu können und daraus u.a. auch Ihre folgenden Maßnahmen, wie bspw. Werbemaßnahmen, ableiten zu können.

  • SWOT-Aanalyse (Einschätzung von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Idee)
  • Analyse der Marktentwicklung und des Marktvolumens
  • Analyse der Marktstrukturierung (nach Region, Produktgruppen, Kundengruppen, Vertriebskanälen)
  • Konkurrenzanalyse bzw. Benchmarking
  • Produktslebenszyklusanalyse

Durch die genaue Analyse des Marktes bzw. der Geschäftsidee fallen häufig noch weitere Aspekte auf, die bislang noch keine Beachtung fanden. Außerdem eignen sich die genannten Analysen gut, um die Idee auch verbal besser formulieren zu können und um sich beispielsweise auf eventuelle folgende Gespräche mit Banken etc. vorzubereiten.

Von der Marktanalyse zur Maßnahmenplanung

Ausführliche Marktanalysen eignen sich weiterhin sehr gut für die Planung künftiger Maßnahmen – beispielsweise im Marketing. Denn die Marktanalyse verrät letztlich auch, wie sich die Zielgruppe definiert, wo diese sich aufhält und gibt Anhaltspunkte, wie und vor allem mit welchem Aufwand diese erreicht werden kann.

Weitere Teile der Artikelserie

1. Fehlendes Eigenkapital

2. Fehlendes kaufmännisches Wissen

3. Ein mangelhafter Businessplan

4. Die falsche Einschätzung des Marktes

5. Das familiäre Umfeld

6. Selbstüberschätzung

7. Probleme mit Mitgründern

8. Fehlendes Innovationspotenzial

9. Fehlender Fokus & Fehlende Motivation

10. Sonstige Gründe

 

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Jasmina

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Hi! Ich bin Jasmina, die Autorin von onlinelupe.de. Seit 2010 schreibe ich hier über digitales Arbeiten und Selbständigkeit im Internet.

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