Existenzgründung – warum der Businessplan ein Muss ist

Businessplan

In einem vorangegangenen Artikel zu den „10 Gründen des Scheiterns von Existenzgründern“ habe ich unter anderem den Punkt „mangelhafter Businessplan“ behandelt. Wenngleich sich der Businessplan als Instrument für den Geschäftsaufbau und die Geschäftsplanung hierzulande bereits durchgesetzt hat, wird er von einigen Existenzgründern nicht ausreichend genutzt bzw. lediglich als Mittel zum Zweck für die Beschaffung von Förderungen oder Fremdkapital angesehen. Dabei kann ein Businessplan für den dauerhaften Geschäftserfolg wesentlich mehr leisten.

Wozu ein Businessplan?

Basis für den Gründerzuschuss

Plant man die Beantragung des Exsitenzgründerzuschuss bei der Agentur für Arbeit, ist man bereits gezwungen, einen vernünftigen Businessplan aufzustellen. Dabei verlässt sich die Agentur für Arbeit auf eine professionelle Einschätzung des Businessplans u.a. durch die IHK.

Als angehender Existenzgründer muss der Businessplan zur Beantragung des Gründerzuschuss dort vorgelegt werden. Dieser Businessplan wird schließlich auf Wirtschaftlichkeit und realistische Planung hin überprüft und dementsprechend entweder genehmigt oder abgelehnt.

Erst wenn Prüfstellen wie die IHK ihr „Go“ für den Businessplan geben, ist es möglich, den Gründerzuschuss bei der Agentur für Arbeit zu beantragen. Andernfalls hat man leider keine Chancen, diese finanzielle Förderung in Anspruch zu nehmen.

Beschaffung von Fremdkapital

Eine weitere wesentliche Rolle spielt der Businessplan bei der Beschaffung von Fremdkapital. Auch wenn viele Online-StartUps mit einer recht schmalen Kostenstruktur auskommen, ist es dann und wann notwendig, Fremdkapital in Form von Krediten oder Darlehen in Anspruch zu nehmen.

Dazu ist es notwendig, auch die künftigen „Geldgeber“ von der Geschäftsidee, deren Wirtschaftlichkeit und positiven Aussicht zu überzeugen. Mit ein paar munteren Worten kommt man an dieser Stelle so gut wie gar nicht mehr weiter. Was zählt, sind Fakten, die glaubwürdig und logisch zusammengestellt worden sind.

Erfolgskontrolle

Ist der Schritt in die Unternehmensgründung erfolgt, ist ein Businessplan außerdem eine gute Ausgangsbasis für das Controlling des Unternehmens. In der Regel prognostiziert man in einem Businessplan die Unternehmensentwicklung für die nächsten drei bis fünf Jahre.

Meinen Businessplan habe ich aufgrund dessen sehr detailliert erstellt und meine Umsätze, Gewinne, Ausgaben, Investitionen & Co. deswegen für die nächsten drei Jahre auf Monatsbasis kalkuliert.

Das weiß ich mittlerweile sehr zu schätzen, da ich nun – Monat für Monat – nachhalten kann, ob meine Einschätzung zur Entwicklung passt, ob es an bestimmten Stellen Handlungsbedarf gibt oder ich die Prognosen evtl. gar generell korrigieren und möglicherweise das strategische Vorgehen korrigieren muss.

System und Struktur

Verschwindet der Businessplan nach dem Unternehmensstart nicht direkt in der Schublade, zwingt er mehr oder minder auch zu einem systematischen Vorgehen im Geschäftsalltag.

Durch die errechneten Zahlen des Businessplans wird klar, worauf der Fokus des geschäftlichen Handelns liegen muss und welche Angelegenheiten für die Zielerreichung irrelevant sind bzw. nicht die höchste Priorität haben.

Das kann auch verhindern, kostbare Zeit mit „Zeitfressern“ zu verbringen, deren Relevanz für das Unternehmen recht weit unten angesiedelt ist.

Risikoeinschätzung

Last but not least hilft der Businessplan vorab und während des aktiven Geschäftsbetriebes, Risiken besser einschätzen zu können. Diese Risiken können vorab beispielsweise in einer SWOT-Analyse definiert werden und in errechnete Prognosen, wie beispielsweise die Umsatz- und Rentabilitätsplanung, integriert werden.

Während des laufenden Geschäftsbetriebes können bei regelmäßiger Kontrolle und dem Nachhalten der aktuellen Geschäftszahlen somit Risiken theoretisch schon recht früh erkannt werden, wodurch rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Beispiele für diese Risiken sind unter anderem drastische Veränderungen des Marktes, finanzielle Reserven etc..

Meine Empfehlung zum Businessplan

Bevor ich damit begonnen habe, meinen Businessplan zu schreiben, habe ich vorerst einen Eindruck gewinnen wollen, wie ein Businessplan aussehen kann und welche Bestandteile dieser beinhalten muss oder kann.

Online konnte ich dazu einige gute und verlässliche Quellen ausfindig machen. Dazu gehören unter anderem:

Außerdem habe ich mir auch noch etwas Fachliteratur zugelegt. Dazu gehörten unter anderem der „Businessplan Taschenguide“ von Axel Singler, der das Thema „Businessplan“ sehr detailliert behandelt, was nicht in jeder Publikation zur Existenzgründung der Fall ist.

Das könnte dich auch interessieren:

Jasmina

Wer schreibt hier? Jasmina

Hi! Ich bin Jasmina, die Autorin von onlinelupe.de. Seit 2010 schreibe ich hier über digitales Arbeiten und Selbständigkeit im Internet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.