Das Ende der Nachschusspflicht im CFD Trading

CFD Nachschusspflicht

Mit 9. August 2017 trat endlich das von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) beschlossene Verbot der Nachschusspflicht im Rahmen des CFD (Contract for Difference) Tradings für Privatinvestoren in Kraft. Dieses hat in der Praxis weniger Auswirkungen als man zunächst annehmen möchte.

Da dieser Schritt früher oder später erwartet wurde, hatten nur noch die wenigsten CFD Broker die besagte Nachschusspflicht in ihren AGB verankert. Dennoch ist dieses Verbot der BaFin ein sehr wichtiger Schritt zum Schutze der Privatanleger, welche sich oftmals des großen Risikos, das sich dahinter verbarg, nicht bewusst waren.

Was bedeutete die Nachschusspflicht?

Besonders für Anfänger konnte die Nachschusspflicht verheerende Folgen haben, da sie dazu neigten, ihr großes Risiko zu unterschätzen.
Prinzipiell besagte die Nachschusspflicht, dass man auch für Verluste über das Guthaben auf seinem Tradingkonto hinaus haftbar war. Das hörte sich zunächst einmal nicht zu dramatisch an, jedoch konnten die Folgen fatal sein.

Dazu muss man wissen, dass beim CFD Handel sehr große Hebel zum Einsatz kommen, welche den eingesetzten Betrag des Traders in deren Höhe multiplizieren. Man handelt also mit einem Vielfachen Tradingvolumen, wodurch Kursbewegungen auch dementsprechende finanzielle Auswirkungen haben.

Eröffnet man eine Position und der Kurs entwickelt sich gegen die Erwartungen, dann wird die Position normalerweise automatisch geschlossen, sobald das Guthaben auf dem Konto sich erschöpft und der Trade beendet. Nun gibt es aber Situationen in denen es für das System nicht möglich ist, die Position zum nötigen Zeitpunkt zu schließen.

Das kann dramatische Folgen haben. Ist die Börse geschlossen und die Position weiterhin geöffnet, so kann es sein, dass der Kurs bei Börsenöffnung dramatisch von jenem bei Börsenschluss abweicht. Übersteigen die Verluste zu diesem Zeitpunkt das Guthaben des Tradingkontos, schließt das System die Position automatisch; unabhängig davon wie weit im Minus man bei Börsenöffnung ist und man hat, wenn eine Nachschusspflicht besteht, für den gesamten Verlust zu bezahlen.

Welche Auswirkungen das haben kann, konnte man zum Beispiel sehen, als der Schweizer Franke vom Euro gelöst wurde. Hier blieb vielen Hobby-Tradern nur der Weg in die Privatinsolvenz.

Glücklicherweise gehören solche Szenarien mit dem Verbot der Nachschusspflicht der Vergangenheit an.

Worauf gilt es nun bei CFD Brokern zu achten?

Früher war der gängigste Rat, dass man bei der Wahl eines CFD Brokers darauf achten sollte, dass es eben keine Nachschusspflicht gibt. Diese Gefahr besteht ja nun nicht mehr.

Am besten kann man sich ein Bild von den Qualitäten eines CFD Brokers machen, indem man ganz einfach dessen Demokonto nutzt. So ziemlich alle gängigen CFD Broker stellen ein kostenloses Demokonto zur Verfügung. Viele davon bieten den vollen Funktionsumfang der Echtgeldkonten und verwenden auch die echten Live-Börsenkurse. Das ermöglicht es den Broker und seine Funktionen ohne Risiko zu testen und sich ein Bild von den Qualitäten zu machen.

Kommt man mit der Trading-Software zurecht, stellt sich als nächstes die Frage nach den Konditionen bzw. den Kosten für das Trading. Je nachdem in welcher Höhe man spekulieren möchte, können unterschiedliche Abrechnungsmodelle günstiger sein.

Für kleine Trader ist normalerweise die Abrechnung über Spreads die günstigste Variante, während sich bei steigendem Tradingvolumen ein Fixbetrag pro Order oder gar eine monatliche Flat anbieten können.

In jedem Fall sollte man sich aber vor der Wahl eines Brokers darüber im Klaren sein worauf man spekulieren möchte. Aktien, Forex, Rohstoffe oder gar Kryptowährungen? Es kann sich nämlich auszahlen einen Broker zu wählen, der sich auf einen Teilbereich spezialisiert hat. Zwar bietet dieser dann nur Werte aus dem angegeben Segment, allerdings sind diese Broker aufgrund der Spezialisierung oft günstiger!

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Jasmina

Wer schreibt hier? Jasmina

Hi! Ich bin Jasmina, die Autorin von onlinelupe.de. Seit 2010 schreibe ich hier über digitales Arbeiten und Selbständigkeit im Internet.

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