Rechtliche Fragen der Selbständigkeit – learning by doing oder Spezialisten fragen?

Wer sich gerade selbständig macht oder bereits selbständig ist, wird recht schnell bemerken, dass man immer wieder (und meist schneller als man denkt) mit einigen rechtlichen Fragen konfrontiert ist. Diese sind zudem häufig gar nicht so einfach zu beantworten und können auch für das ein oder andere graue Haar sorgen. Das können beispielsweise Fragen aus dem Steuerrecht sein, rechtliche Aspekte im eCommerce oder auch wichtige rechtliche Regelungen im Marketing. Und wie immer gilt auch hier der Satz „Dummheit schützt vor Strafe nicht“. Wer sich hier also nicht schon vorab gründlich informiert und gut beraten lässt, läuft gerade im Internet schnell Gefahr abgemahnt oder gar verklagt zu werden.

Rechtliche Aspekte der Existenzgründung

Zu Beginn meiner eigenen Existenzgründung war ich selbst mit einigen rechtlichen Fragen konfrontiert. In der Regel beginnt dies bei der Auswahl der richtigen Gesellschaftsform / Rechtsform für das zukünftige Unternehmen. Da ich als Einzelunternehmerin im Bereich der Internet-Dienstleistungen tätig bin, gab es „drumherum“ nicht übermäßig viel zu beachten. Über wichtige steuerrechtliche Aspekte ließ ich mich von meinem Steuerbüro beraten und unterstützen. Ansonsten musste und muss ich mich natürlich immer über die aktuelle gesetzliche Lage hinsichtlich des E-Commerce oder verschiedener Marketingmaßnahmen informiert halten. Beispiele hierfür sind unter anderem die Button-Lösung für Online Shops oder auch das Double Opt In-Verfahren im Online Marketing.

Schwieriger wird es meist dann, wenn eigene Produkte produziert oder beispielsweise Warenimport und -export zum Portfolio der geplanten Unternehmung gehören. Die Gesetzeslage ist aus meiner Sicht für Laien hier oft viel zu umfassend und schnell kann ein Nebensatz fatale Folgen haben. Ich persönlich würde deshalb vorab immer einen spezialisierten Rechtsanwalt zu Rate ziehen oder ein Anwaltsbüro, welches mehrere Kompetenzen vereint (bspw.: Rechtsberatung, Steuerberatung etc.).

Rechtliches innerhalb der Selbständigkeit

Möglich ist aber auch, dass wichtige rechtliche Fragen erst im Laufe der Selbständigkeit auftreten. Hier können folgende beispielhafte Fälle eintreten

  • Erweiterung / Ausbau der geschäftlichen Tätigkeit 
    bspw. von einem stationären Laden zu einem Online Shop (oder andersherum)
  • Umfirmierung
    bspw. durch die Umfirmierung von einem Einzelunternehmen zu einer GmbH
  • Ausbau der geschäftlichen Tätigkeit ins Ausland
  • etc..

Viele Fragen und bestimmte Fälle kann man zwar auch gut im Internet nachlesen. Jedoch ist es fraglich, ob man sich bei wichtigen rechtlichen Fragen einzig und allein auf die Aussagen von Forennutzern etc. verlassen sollte.

Fazit

Es gibt Dinge, wie beispielsweise die „Button-Lösung“, die man inhaltlich gut im Internet recherchieren und nachlesen kann. Dazu gibt es einige einschlägige und verlässliche Blogs. In solchen Aspekten verlasse auch ich mich auf die Recherche jener Spezialisten.

Bei Fragen zum Steuerrecht oder Auslandsgeschäften wende ich mich persönlich jedoch immer an mein Steuerbüro oder Anwaltsbüro. Lieber vorab ein paar Euro in eine gute Beratung investiert, als später mit ein paar Hundert oder Tausend Euro abgemahnt werden.

Wer schreibt hier? Jasmina

Hi! Ich bin Jasmina, die Autorin von onlinelupe.de. Seit 2010 schreibe ich hier über digitales Arbeiten und Selbständigkeit im Internet.

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