Domains und Webseiten – organisieren, hosten, parken und verwalten

Domains und hosting

Ich bin gerade mal wieder dabei, all meine Domains neu zu sortieren, Projekte umzuziehen, Domains zu verkaufen oder neu zu registrieren. Mein fast alljährlicher „Domain-Frühlingsputz“ sozusagen. Wer ebenfalls im Online-Bereich selbständig ist und mit verschiedenen Projekten sein täglich Brot verdient, weiß wovon ich spreche. Nicht selten sammeln sich nach einigen Jahren allerhand Domains und Projekte an. Nicht nur 10 oder 20, sondern weitaus mehr und durchaus in den drei- oder vierstelligen Bereich hinein.

Aber wie kann man Domains und Webseiten am besten organisieren? Immer mal wieder gibt es den ein oder anderen Tipp in diversen Facebook-Gruppen. Aber ich möchte das Ganze gern mal zum Anlass für einen Artikel nehmen, der sich mit ein paar grundlegenden Aspekten meiner Domain- und Webprojekt-Organisation beschäftigt.

[Wenn ich hier übrigens von Domains schreibe, dann mein ich die reine, nicht projektierte Domain. Ein Webprojekt hingegen ist für mich immer eine Domain auf der auch ein Projekt läuft – also eine Webseite.]

Domains

Domains gehören wie das Hosting zum Fundament einer Webseite. Denn schließlich muss die Webseite erreichbar sein und das ist sie für den Nutzer nun mal über die Domain.

Ganz grob teile ich meine Domains in drei verschiedene Kategorien:

  1. Domains auf denen aktive Projekte laufen
  2. Domains, auf denen ich demnächst Projekte plane oder schon grobe Inhalte geschaffen habe
  3. Domains, die ich parke, weil darauf aktuell kein Projekt läuft oder kein Projekt geplant ist

Nun ist es so, dass vor allem die Kategorie 3 recht viele Domains umfasst. Da sind Domains dabei zu denen ich mal spontane Ideen hatte oder auch Domains, die ich aus unterschiedlichen Gründen einfach gut fand und diese registriert habe, weil ich vorhabe, diese irgendwann mal zu projektieren. Nun gut, in den seltensten Fällen setze ich das Projekt dann doch um. Aber wie ich schon mehrfach gelesen habe, bin ich damit ja nicht allein ;-)

Es sind aber auch alte Domains dabei, auf denen früher mal Projekte liefen, die ich eingestampft habe und von denen ich mich noch nicht trennen mag. Das ist manchmal ein wenig wie mit dem Kleiderschrank :-D.

Nun gut. Damit ich überhaupt einen Überblick habe, habe ich diese 3 Kategorien erschaffen und kategorisiere meine Domains danach. Je nach Kategorie wird eine Domain auch entweder bei Anbieter A, B, C oder D registriert bzw. umgezogen. Das ist mag fürs Erste etwas aufwändig erscheinen, ist für mich aber organisatorisch absolut hilfreich.

Je nach Kategorie der Domain sind mir auch andere Dinge für die Registriertung und das Hosting wichtig. Für die Kategorie 3 „Parken“ ist mir wichtig, dass die Sache relativ günstig und verlässlich ist. Das war es auch schon.

Hosting für Webseiten

Das führt mich dann auch direkt zum Thema Hosting für die Webseiten. Das sind bei mir also die Kategorien 1 und 2. Ebenfalls aus diversen Gründen habe ich diese Projekte mittlweiler bei 3 verschiedenen Hostern angesiedelt.

Generell achte ich beim Hosting auf folgende Aspekte:

  • dass es sich um einen seriösen und anerkannte Hoster handelt
  • ob es Erfahrungswerte von Personen gibt, denen ich vertraue
  • dass der Account vernünftig und sinnvoll aufgebaut ist und ich mich da schnell zurechtfinde
  • dass die Performance des gebuchten Pakets stimmt
  • dass der Support des Hosters gut bis sehr gut ist
  • wie Zusatzleistungen (wie bspw. SSL-Zertifikate) integrierbar sind

Generell bin ich schon seit einigen Jahren weg von den „Billiganbietern“ im Hostingbereicht. Das war mal ne Sache für den Anfang, hat sich aber schnell als echter Killer für das Wachstum herausgestellt.

Wenn man ein gescheites Hosting mit ordentlicher Performance möchte, muss man eben auch darauf achten, dass die Hardware das hergibt. Und meist gibt sie das eben nicht für „einen Appel und ein Ei“ her.

Ich verspreche dir aber, dass auch du die Qualität eines guten Hosters sehr schnell zu schätzen weißt, wenn du von einem „Billigangebot“ kommst, das dir schon länger Ärger macht ;-).

FTP und Datenbanken

Die Daten auf dem FTP-Server und die Datenbanken bilden mit der Domain schlußendlich die Webseite. Dadurch, dass ich nicht von Beginn an so „kategorisiert“ und „organisiert“ an das Thema Domains und Webprojekte gegangen bin, hatte sich bei mir irgendwann ein echter Wust von etlichen Datenbanken und FTP-Ordern mit hunderttausenden Files angesammelt.

Ich wusste tatsächlich manchmal nicht mehr wirklich, welche Datenbank eigentlich wohin gehört oder ob es sich eigentlich um eine Test-Datenbank oder vielleicht ein altes Projekte handelte.Gleiches galt auch für die FTP-Server.

Also habe ich auch da ein Schema entwickelt, mit dem ich mich auf dem FTP und innerhalb der Datenbanken zurecht finde und direkt anhand der Bezeichnung erkenne zu welchem Projekt sie gehören, ohne dass ich diese direkt mit dem Projektnamen kennzeichnen muss.

Nach einem Haufen Arbeit und vielen eingesetzten Stunden für das Aufräumen und Sortieren habe ich heute einen wunderbaren Überlick und kann auch dir nur empfehlen, dir von vornherein ein eigenes Schema zuzulegen und regelmäßig überflüßige, alte und nicht mehr gebrauchte Daten vom FTP, als auch Datenbanken zu löschen.

Mein ultimativer Überblick – die Excel-Liste

Um über die Hoster hinweg einen Überblick über alle Domains und Projekte zu haben, habe ich meine heilige Domain-Excel-Liste, in der ich alle wichtigen Daten zu jeder Domain aktuell halte. Das geht mit Excel wunderbar einfach und individuell.

Diese Liste beinhaltet Infos zum Hoster, zur Performance, der Kategorie, zu Registrierungs-Daten, zum Projektierungs-Status und ein paar anderen Kennzahlen, die für mich wichtig sind.

 

Wie organisierst und verwaltest du all deine Projekte und Domains? Über weitere Tipps und Tricks freue ich mich.

Wer schreibt hier? Jasmina

Hi! Ich bin Jasmina, die Autorin von onlinelupe.de. Seit 2010 schreibe ich hier über digitales Arbeiten und Selbständigkeit im Internet.

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