Besser Bloggen mit der KAFE-Methode

Besser Bloggen Texten und Schreiben mit der KAFE-Methode

Ständig neue Themen finden, über die sich bloggen lässt und die außerdem relevant für Leser sind, ist manchmal eine ganz schön komplizierte Angelegenheit. Sich in diesem Zuge mit anderen Blogs und News-Portalen, sowie themenrelevanten News bei Facebook, Twitter & Co. auseinandersetzen ist das Eine. Das Andere ist, ein Thema aufzugreifen und es thematisch relevant zu gestalten und lesenswert aufzubereiten. Die meisten Blogger verfügen über keine journalistische Ausbildung, sondern schreiben mehr oder weniger einfach los. So habe nicht nur ich, sondern auch einige andere mit dem Bloggen begonnen.

Manchmal hängt man jedoch an einem Punkt, da wollen die Themen nicht so sprudeln wie sonst. Doch auch für solche Situationen gibt es gute Methoden, neue Themen ausfindig zu machen. Eine dieser Möglichkeiten, Themen für den Leser attraktiv zu gestalten, ist die KAFE-Methode. Natürlich habe ich mir diese nicht mal eben ausgedacht, sondern bin über das Buch „Texten fürs Web“ darauf gestoßen und möchte Euch diese hier kurz vorstellen.

K – Konterkarieren

Mit Konterkarieren meint man, ein Thema in das Gegenteil zu kehren. Das kann folgendes bedeuten: alle sind der Meinung, Joggen ist gesund und hält fit. Mit der Methode des Konterkarieren dreht man den Sachverhalt einfach um und behauptet erst einmal das Gegenteil. In diesem Fall ein Beispiel: „Warum Joggen ungesund ist und sogar krank macht“.

Besser Bloggen Texten und Schreiben mit der KAFE-MethodeÄhnliches habe ich 2010 mal mit einem Artikel mit dem Titel „Warum kein Mensch Facebook braucht“ gemacht. Alle Welt war (ist) der Meinung, dass man unbedingt bei Facebook sein muss. Hier und da liest man immer wieder von etlichen Gründen, warum man sich als Privatperson oder Unternehmen in den Facebook-Strudel begeben muss. Warum also nicht auch mal Gründe finden, die dagegen sprechen?

Die Methode des Konterkarierens kann man auch anwenden, um festsitzende Überzeugungen zu entkräften. Ein Beispiel. Überzeugung: „Einen Blog zu erstellen ist zeitintensiv und aufwändig.“. Die Gegenthese wäre: „In 5 Minuten zum eigenen Blog“. Der These / dem Titel sollten nachfolgend natürlich auch logische Argumente folgen. Ein solcher Titel mit einem Artikel, der erklärt, dass das Ganze dann doch nicht in 5 Minuten, sondern erst in 5 Stunden erledigt ist, kommt sicher nicht so gut an.

A – Aktualisieren

Die Methode des Aktualisierens ist eigentlich recht einfach zu verstehen und umzusetzen. Dabei geht es weniger darum, News als solches zu verbreiten, sondern bereits bestehende Artikel und Themen erneut aufzugreifen und um neue Erkenntnisse, Daten, Fakten, Entwicklungen etc. anzureichern. 

Ein Beispiel wäre das Thema „Social Timing“, welches ich immer mal wieder erneut hier aufgreife. Der erste Artikel dazu lautete „Social Timing – über Sinn und Unsinn der Timingoptimierung„. Ein weiterer Artikel dazu erschien ein wenig später und basierte auf neueren Daten einer Infografik.

Ich könnte mir nun beispielsweise beide Artikel nochmal schnappen und nach neuen Erkenntnissen, Daten und Fakten in Sachen „Social Timing“ recherchieren, um einen aktuellen Artikel dazu zu schreiben.

F – Fokussieren

Besser BloggenBeim Fokussieren geht es darum, einen bestimmten Teilaspekt eines Themas in den Fokus zu stellen bzw. diesen genau zu beleuchten. Ein Beispiel: Die Facebook Statistiken sind für viele Fanpage-Administratoren wichtig. Dazu könnte ich nun einen Artikel schreiben und ein paar der Funktionen der Facebook Statistiken aufführen.

Dazu findet man aber schon recht viele Artikel im Netz und so wirklich neu werden die Informationen für Leser dann doch nicht sein. Fokussiere ich mich jedoch auf die einzelnen Funktionen der Facebook Statistiken und schreibe zu jeder einzelnen Funktion einen ausführlichen Artikel, sieht das Ganze schon wieder anders (interessanter, hilfreicher und informativer) aus. Anstatt eines groben Artikels, entstanden in diesem Beispiel 4 ausführliche Artikel zu den Facebook Statistiken

E – Extrapolieren

Extrapolieren bzw. die Extrapolation stammt eigentlich aus dem mathematischen Bereich. Aus dem Blickwinkel des Schreibens bzw. Bloggens ist damit gemeint, nach Auswirkungen zu fragen. Dabei geht es jedoch nicht nur um offensichtliche und bekannte Auswirkungen, sondern um weitreichende Auswirkungen einer Thematik. Dazu gehören gute (meist auch umfangreiche) Recherchen und das logische und nachvollziehbare zusammenführen verschiedener Informationen.

Ein Beispiel wäre nicht nur anhand einer Studie zu belegen, dass die Nutzung von Social Media für Unternehmen von Vorteil ist, sondern gezielt Fakten zusammen zu tragen, die die positiven (oder auch negativen) Auswirkungen der Nutzung sozialer Netzwerke belegen. An dieser Stelle könnte man ganz detailliert Fragen nachgehen, wie

  • welchen Kundenzuwachs erleben Unternehmen die Social Media nutzen?
  • welche finanzielle Auswirkungen hat der Kundenzuwachs über Social Media-Kanäle?
  • wie sind diese Auswirkungen im Gegensatz zu anderen Marketing-Kanälen zu sehen?
  • welchen messbaren Input muss ein Unternehmen für welchen messbaren Output bringen?

Fazit zur KAFE-Methode

Wenn man sich vielleicht nicht ausschließlich zur Gattung der News-Blogger zählt, ist die KAFE-Methode zum Finden neuer (Blog-)Themen in meinen Augen eine sehr gute Option und sehr einfach zu gestalten. Beispielsweise kann man sich ehemalige Blog-Artikel heraussuchen, die besonders gern gelesen wurden und diese Themen gedanklich oder in Form einer Mindmap etc. aktualisieren, extrapolieren, konterkarieren oder fokussieren.

Was sagt ihr dazu? Würdet ihr die KAFE-Methode demnächst beim Bloggen berücksichtigen oder fallen euch auch so schon genügend Themen für Euren Blog zu ? 

Bildquelle: aboutpixel.de / Notizen, quer © Rainer Sturm und  aboutpixel.de / Apfel 2 © Martin Baars

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Jasmina

Wer schreibt hier? Jasmina

Hi! Ich bin Jasmina, die Autorin von onlinelupe.de. Seit 2010 schreibe ich hier über digitales Arbeiten und Selbständigkeit im Internet.

4 Kommentare

  1. Auch wenn die einzelnen Schritte (mir) an sich geläufig sind und ich sie alle schon das ein oder andere Mal angewendet habe, ist es durchaus interessant darüber als zusammengefasste Methode nachzudenken. Aber auch allgemein diese einzelnen Schritte von Zeit zu Zeit noch einmal zu reflektieren. Denn hin und wieder – vor allem wenn man gerade ohnehin wenig Zeit hat – vergisst man diese Schritte schnell.

    Sollte man vielleicht darüber nachdenken sich diese oder ähnliche Methoden mal auszudrucken und aufzuhängen. Danke in jedem Fall für den gut aufbereiteten Artikel!

  2. KAFE=FAKE?
    Nee, im Ernst. Themen zu finden ist für mich kein Problem. Eher die zeitliche Umsetzung des Schreibens. Manchmal würde ich sogar ganz gern Sprachnotizen in mein IPhone quatschen,weil mir Morgens auf dem Weg zur Arbeit so viel Gedöns duch den Kopf geht – ist mir aber dann doch noch etwas peinllich wenn die knackigen Erstsemestlerinnen in der H-Bahn zur Uni neben mir stehen.. ^^
    Ansonsten ist die KAFE Methode sicher interessant für Themen Blogs.
    P.S. Mir ist aufgefallen, dass Du deine Blogbeiträge in letzter Zeit auch mit einer Frage beendest. Ist auch ein psychologischer Aspekt mal die schreibfaulen wieder zum kommentieren anzuregen..

  3. Hallo Jasmina,
    danke für diesen inspirierenden Beitrag. Wir steigern uns gerade hinein, in die Welt des Schreibens. Ich führe ein Unternehmen Blog für professionelle Fachübersetzungen. Deine Kaffee Methode finde ich klasse.

    Ps. Sorry für die Schreibfehlern ich bin Niederländerin.

    Liebe Grüßen,
    Tina

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